Management

Computer Based Training

Handfeste Weiterbildung per PC

Die deutschen Unternehmen befinden sich in einem Dilemma. Die Rezession brachte veränderte Organisationsstrukturen in den Betrieben zwangsläufig mit sich. Doch trotz des dadurch steigenden Bedarfs an Qualifizierungen und Weiterbildungsmaßnahmen mußten die Weiterbildungskosten drastisch reduziert werden. An diesem Punkt findet nun immer öfter Einsatz, was Jahre lang in Schubladen schlummerte: CBT- Computer Based Training. Drei magische Buchstaben, die Weiterbildung zum einen effektiver, zum anderen wesentlich kostengünstiger vermitteln können. Ein Selbstlernkonzept, das klassische Grundlagenseminare ersetzen kann.
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Was verbirgt sich hinter dem englischen Begriff CBT, der im Deutschen als Computerunterstütztes Lernen/Trainieren (CUL) bekannt ist. 'Computerunterstütztes Lernen ist die Aus- und Fortbildungsform, in der Computer als vorrangiges Medium zur Vermittlung von Lehrinhalten eingesetzt werden. Wesentliches Merkmal hierbei ist, daß dem Computer mittels Lernprogramm (der Teachware) die Rolle des Instruktors zugewiesen wird. Es finden somit Interaktionen zwischen Computer und Lernendem statt und der Computer reagiert auf das Verhalten des Lernenden', lautet die Definition des CBT-/Multimedia-Lexikons des CBT-Verlages. Eingesetzt wird computerunterstütztes Lernen dort, wo eine Standardisierung der Bildung erwünscht ist, die Vorteile der individualisierten Bildung genutzt werden sollen, die Zielgruppe für konventionelle Ausbildungsformen zu groß ist und die Bildungsinhalte nach einer Aubildungsmethode mit simulationsähnlichem Charakter verlangen.

Die heutigen CBTs sind nicht nur interaktiv, sondern multimedial. Die Informationsvermittlung geschieht nicht nur über Text, sondern auch über Grafik, Musik, Sprache, Bild, Animation, Film und Video. Diese Form der Darstellung macht CBTs für den Einsatz in Bildungsprozessen gerade sinnvoll. Da nicht nur wie beim Lernmedium Buch der visuelle Sinn oder beim Frontalunterricht der auditive Sinn angesprochen wird, steigt die Behaltensquote rapide an.

Der Mensch merkt sich von dem was er nur hört lediglich 20 Prozent, von dem, was er nur sieht 30 Prozent, was er hört und sieht 50 Prozent und von dem, was er hört, sieht und anfassen kann bereits 70 Prozent. Edutainment (eine Wortverbindung aus education = Erziehung und entertainment = Unterhaltung) lautet die Bezeichnung für diese neue Art des unterhaltsamen Lernens genannt. Ein weiterer Aspekt, der sich positiv auf den Lernprozeß auswirkt, ist die Tatsache, daß sich durch die multimediale Darstellung die Textinformation auf das Wesentliche reduzieren läßt, was die Informationsaufnahme erleichtert. Das abwechselnde Aufnehmen von Text, Bildern, Animationen und Ton ist für den Lernenden weniger anstrengend. Der interaktive Prozeß durch Fragen und Antworten verstärkt die Aufnahme von Wissen in das Kurz- bzw. Langzeitgedächtnis und wirkt motivierend auf den Lernenden…
Autor(en): Elke Abels
Quelle: managerSeminare 20, Juli 1995, Seite 72-79
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