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Faul durch falsche Führung

Businesskrankheit Boreout

Alle sprechen vom Burnout - der Überforderung im Job. Dass auch Unterforderung krank machen kann, darüber redet kaum einer. Doch neben den übermäßig Gestressten gibt es in den Firmen auch Mitarbeiter, die an tödlicher Langeweile leiden - und das kostet die Unternehmen Milliarden. Wie Führungskräfte mit den Gelangweilten umgehen sollten und mit welchen Strategien sie der krankmachenden Langeweile vorbeugen können - managerSeminare hat nachgeforscht.


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von managerSeminare
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Stundenlang im Internet surfen, private E-Mails schreiben, Moorhühner jagen, zwischendurch ein paar ausgedehnte Kaffeepausen mit den Kollegen, bevor es in den zeitigen Feierabend geht - für Sabine Stracke (Name von der Redaktion geändert) ist das die tägliche Jobroutine. Die 33-jährige Projektassistentin erledigt ihr tägliches Arbeitspensum in ein bis zwei Stunden - danach wartet die große Leere. Das Paradoxe: Obwohl Sabine Stracke hoffnungslos unterfordert und deshalb unzufrieden ist, spielt sie ihrem Chef und ihren Kollegen vor, arbeitstechnisch komplett ausgelastet zu sein. Über ihre „Arbeitslosigkeit“ verliert sie kein Wort...

Diesem Phänomen haben die Schweizer Philippe Rothlin und Peter R. Werder einen Namen verliehen: Boreout, zu deutsch „ausgelangweilt sein“. „Boreout ist das Gegenteil von Burnout“, erklärt Rothlin, „Der Arbeitnehmer ist unterfordert, desinteressiert oder unendlich gelangweilt - versucht aber nicht, das zu ändern.“

Erstmals in die Öffentlichkeit getragen haben die beiden Berater diesen Begriff mit ihrem Buch „Diagnose Boreout“. Im März 2007 erschienen, löste es ein gewaltiges Medienecho aus: Vom Handelsblatt über den Stern bis zum Focus - das Thema „Langeweile im Job“ wurde überall aufgegriffen. Selbst ein Radiosender aus Irland hatte Interesse an einem Interview mit dem Autorenduo angemeldet.

Dabei ist die Problematik alles andere als neu, wie Arbeitspsychologe Dr. Uwe Kleinbeck betont: „Der Begriff Boreout klingt zweifelsohne schick und trendy, beschreibt im Grunde genommen aber ein Phänomen, das bereits seit dem 2. Weltkrieg bekannt ist“, so Kleinbeck, der bis Anfang dieses Jahres an der Universität Dortmund gelehrt hat und in Deutschland als Koryphäe auf dem Forschungsgebiet der Arbeitsmotivation gilt.

Extras:

  • Acht Boreout-Strategien: So täuschen unterforderte Mitarbeiter Stress vor.
  • Boreout-Prophylaxe: Sechs Tipps, wie Führungskräfte verhindern können, dass ihre Mitarbeiter in die Langeweile-Falle tappen.
  • Umfrage: Das sind die häufigsten Gründe für Boreout, die gefährlichsten Folgen des Boreout und die besten Anti-Boreout-Strategien - die Meinung der Leser von managerSeminare.
  • Service: Hinweis auf ein Buch sowie zwei Websites zum Thema Boreout.

Autor(en): Stefanie Bergel, Corinna Moser, Andree Martens
Quelle: managerSeminare 115, Oktober 2007, Seite 32 - 38 , 27564 Zeichen
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