Management

Arbeitszeitflexibilisierung
Arbeitszeitflexibilisierung

Blendwerk Work-Life-Blending

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Die strikte Trennung von Arbeit und Privatleben ist aus der Mode. Für immer mehr Mitarbeiter ist es normal, auch zu Zeiten zu arbeiten, die außerhalb regulärer Arbeitszeiten liegen. Umgekehrt ist manche Firma optisch zur Freizeitlandschaft mutiert. Das nennt sich Work-Life-Blending – und gilt als human und mitarbeiterfreundlich. Aber ist es das wirklich? Ein Zwischenruf von Christian Scholz.
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Inhalt:
  • Betriebliche Notwendigkeiten: Warum wirklich flexibilisiert wird
  • Home Office und Desk­sharing: Nur zum Schein freie Wahl
  • Propaganda: Wie unser Blick auf Work-Life-Blending durch Framing verstellt wird
  • Vorteil als Trugschluss: Warum Work-Life-Blending auch Unternehmen Probleme macht
  • Alternative: Wieso Work-Life-Separation Mitarbeitern und Firmen guttäte

Zentrale Botschaft:
Work-Life-Blending ist ein Konzept, das derzeit fast keiner kritisch hinterfragt. Stattdessen wird das Prinzip der zunehmenden Verschmelzung von Beruf und Privatleben als großes Geschenk an die Mitarbeiter verkauft. Doch, wer genau hinschaut, erkennt: Work-Life-Blending ist eine Mogelpackung. Im Grunde geht es nicht um mehr Zeitsouveränität für die Mitarbeiter, sondern darum, den flexiblen Zugriff der Unternehmen auf ihre Angestellten zu erhöhen. Die Idee dahinter: Nur so können Unternehmen mit der Digitalisierung Schritt halten. Das aber ist viel zu kurz gedacht. Die Gleichung 'digitaler Wandel = mehr Work-Life-Blending' ist keineswegs so alternativlos wie sie verkauft wird.

Extras:
  • Tutorial: Work-Life-Blending hinterfragen
  • Lesetipp
Autor(en): Christian Scholz
Quelle: managerSeminare 239, Februar 2018, Seite 34-40
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