Lernen durch Gesprächssimulationen

Lernen durch Gesprächssimulationen

Im Arbeitsalltag hängt vieles von Gesprächen ab. Eine geschickte Gesprächsführung, ein souveränes Kundengespräch, kann einem viele Türen öffnen – aber gerade Gespräche werden selten systematisch geübt und gelernt.

Oft besteht Hemmung, Gespräche nachzustellen und zu simulieren. Seminarteilnehmende wehren Rollenspiele gerne als „künstlich“ ab. Deswegen ist es wichtig, simulierte Gespräche vorzugsweise in Kleingruppen üben zu lassen, denn im kleinen Kreis sinkt diese Scheu. Vermitteln Sie den Teilnehmenden, dass bei dieser Übung ruhig Fehler gemacht werden dürfen, denn daraus lernen wir schließlich.

Gelingt es, Leichtigkeit in die Übungen zu tragen, dann fällt es den Teilnehmenden umso leichter, mit Rollenspielen zu lernen. Hier hilft es mit der Time-out-Regel zu arbeiten: Weiß ein Teilnehmender in seiner Rolle nicht mehr weiter, kann er die Rolle an jemand anderen abgeben, der diese Rolle übernimmt. Diese Regel fördert zugleich die Konzentration und das Mitdenken der Zuschauenden, da wir während des Beobachtens uns fragen „Wie würde ich es machen?“.

Für die Rollenspieler wird das Einnehmen ihrer Parts vor allem auch dann leichter, wenn die Gesprächssimulation sehr gut vorbereitet ist. Erstellen Sie dazu kurze Rollenanweisungen. Diese bringen Klarheit und stellen sicher, dass auch ein zum Arbeitsalltag passendes Gespräch geübt wird. Am besten gelingt die Vorbereitung dann, wenn Sie schon vor dem Start des Trainings Praxisfälle der Teilnehmenden eingesammelt haben. (Alternativ können Rollenspiel-Unterlagen für Mitarbeitergespräche auch gekauft werden, sie sind etwa in dem Trainingskonzept "Mitarbeitergespräche souverän führen" enthalten.

Gespraech zu dritt

Bei den Gesprächen muss nicht daran festgehalten werden, eine Situation auch komplett durchzuspielen. Manchmal ist es vorteilhafter, einzelne Sequenzen isoliert zu üben und zu besprechen. Die Beteiligten sind konzentrierter bei der Sache und die Feedbacks sind konkreter, da stärker auf Einzelheiten geachtet wird. Vor allem gibt es schneller Erfolgserlebnisse und die Motivation für diese Methode nimmt zu. Sobald sich alle Beteiligten mit den Sequenzen wohl fühlen, kann zum Schluss eine Simulation des ganzen Gespräches erfolgen.

Idealerweise lassen Sie dabei die Teilnehmenden auch ihre Rollen wechseln. Damit erhöhen Sie Spannung und Aufmerksamkeit und steigern den Trainingserfolg für die Teilnehmenden. Nicht zuletzt erleben die Teilnehmenden dadurch, wie sich Perspektiven verändern, und das erleichtert ein schnelles Umsetzen von Gelerntem.

 

Die Gesprächssimulation braucht nicht unbedingt viel Zeit, um durchgeführt zu werden und kann dafür einen beeindruckenden Lerneffekt haben. Weitere Tipps zu praxisnahen Trainings in Kurzzeitformat finden Sie in dem Praxisbuch „Microtraining Sessions“ von Barbara Illi.

Buch Microtraining Sessions

 

 

TK-Tipp vom 16.12.2021

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