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Stiftung Warentest: Zwei Fernlehrgänge sind 'mangelhaft'

Was leisten Fernlehrgänge? Diese Frage hat Stiftung Warentest für einen konkreten Fall beantwortet. Die Prüfer aus Berlin nahmen alle Fernlehrgänge unter die Lupe, die auf die Abschlussprüfung der Ausbilder-Eignungsverordnung vorbereiten. Insgesamt zwölf Fernlern-Angebote zur Ausbildung der Ausbilder (Ada) gibt es – begeistert hat die Prüfer kein einziges; zwei schnitten sogar mit 'mangelhaft' ab.

Das beste Testergebnis konnte das IHK-Bildungshaus Schwaben einstreichen (Abschlussnote 2,1). Zum guten Endergebnis führten hier vor allem die guten Lehrmaterialien. Sie trugen maßgeblich dazu bei, dass das Bildungshaus Schwaben in der Kategorie 'fachliche Qualität' ein 'sehr gut' bekam – als einziger Anbieter im Test.

Minuspunkte sammelten die meisten Fernlehrgänge bei der persönlichen Betreuung der Lernenden. Feste Ansprechpartner seien selten gewesen und das Warten auf einen Rückruf an der Tagesordnung, monierten die Tester. Auch auf persönliches Feedback in einem Präsenzseminar durften nicht alle Teilnehmer hoffen – obwohl eine Zusammenkunft aller Lernenden laut Ada-Richtlinien notwendig ist. Das Institut Lernen & Mehr, Ihrlerstein, hatte beispielsweise zwar eine viertägige Präsenzphase angekündigt; diese fand im Testfall allerdings nicht statt.

Die Fernakademie der Erwachsenenbildung, Hamburg, hingegen hatte die vorgeschriebene Präsenzphase nur als kostenpflichtiges Zusatzprogramm im Angebot. Die Hanseaten versäumten es zudem, alle Teilnehmer darüber zu informieren, dass die Präsenzphase für die Ausbilder-Eignungsprüfung Pflicht ist.

Beide Institute bekamen wegen dieses Mangels ein 'mangelhaft' und damit die schlechteste Note im Test. Dr. Martin H. Kurz, Direktor der Fernakademie für Erwachsenenbildung, geht mit dem Urteil der Tester hart ins Gericht: Die inhaltliche und didaktische Qualität des Lehrgangs (die mit einer 2,2 und einer 2,4 benotet wurden) sowie die umfangreiche tutorielle Begleitung des Studiengangs seien in der Endnote nicht ausreichend berücksichtigt worden, monierte Kurz. Er hält die fehlende Katalog-Information für überbewertet. 'Außerdem hatten wir den Hinweis, dass das Präsenzseminar verpflichtend ist, bereits vor vielen Monaten – noch vor einem Hinweis der Stiftung Warentest – selbst hinzugefügt.'

Autor(en): (com)


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