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Rezension: Mit Menschenkenntnis zum Seminarerfolg

Wohl jeder Trainer legt dann und wann eine 'Super-Veranstaltung' hin, bei der 90 Prozent der Teilnehmer begeistert aus dem Seminarraum gehen. Doch jeder Trainer kennt vermutlich auch das: Wenn er im nächsten Monat vor Teilnehmern derselben Branche und mit denselben Problemen exakt das gleiche Seminar durchführt, hinterlässt er enttäuschte Gesichter. Wie kann das sein? Gabriele Stöger und Mona Vogl liefern in ihrem Buch 'Mit Menschenkenntnis zum Seminarerfolg' eine Antwort. Die beiden Autorinnen sind überzeugt: Dass Seminare nicht immer gleich gut ankommen, liegt daran, dass der Trainer sich nicht jedesmal ganz bewusst auf die Persönlichkeitsprofile seiner Teilnehmer und die daraus erwachsenden, individuellen Lernbedürfnisse einstellt.
In ihrem Buch unternehmen die Autorinnen eine grobe Einteilung, welche Persönlichkeitstypen dem Trainer im Seminar begegnen können. Dazu greifen sie auf ein altbekanntes Testinstrument zurück - den Myers-Briggs-Type-Indicator (MBTI). Ihre Eigenleistung: Die Autorinnen untersuchen nicht sämtliche Dimensionen des MBTI, sondern nur die, die im Seminargeschehen von Bedeutung sind - und zwar die Informationsaufnahme und die Herangehensweise an neue Themen. Auf diesen beiden Dimensionen unterscheidet der MBTI je zwei gegensätzliche Typen. In Kombination ergeben sich daraus 2 x 2 = 4 verschiedene Typen von Seminarteilnehmern.
So gibt es den detailverliebten Sensitiven, den visionären Intuitiven, den ordnungsliebenden Judger und den spontanen Perceiver. Keiner von ihnen will den Seminarablauf stören oder die anderen nerven, machen die Autorinnen deutlich. Plötzliche Gedankensprünge des einen, des anderen akribisches Sortieren der Flipchart-Stifte oder die scheinbar nichts zur Sache tuenden Erfahrungsberichte eines Dritten seien nichts anderes als Ausdruck der individuellen Art, mit dem Seminargeschehen umzugehen. Wie der Trainer die Typen unter einen Hut bringen und in herausfordernden Situationen gekonnt reagieren kann, beleuchten die Autorinnen auf sehr anschauliche und humorvolle Weise. Dabei sparen sie nicht an Praxisbeispielen, fiktiven Dialogen, Übungen und Selbsttests. Zudem geben sie - oft mit einem Augenzwinkern versehen - viele Hinweise, wie und woran der Trainer die Bedürfnisse seiner Teilnehmer erkennen kann.
Ganz leicht ist das Buch dennoch nicht zu lesen: Die Kürzel, Kürzelkombinationen und verschiedenen Namen für die Typen verwirren zunächst. Um sich zurechtzufinden, muss man immer wieder auf die Seite mit der tabellarischen Übersicht zurückschlagen. Auch das Inhaltsverzeichnis macht es dem Leser nicht einfach: Kapitel mit der Überschrift 'Wollen wir das üben?' oder 'Die süßeste Versuchung, seit es Seminare gibt' tragen leider nicht zur schnellen Orientierung bei.
Fazit: Auch wenn der Schnellzugang erschwert ist - das Buch liefert einen interessanten Ansatz, über den es sich nachzudenken lohnt.

Von Gabriele Stöger und Mona Vogl, 144 S., geb., Beltz Verlag, Weinheim/Basel 2004, ISBN 3-407
-36416-4, 24,90 Euro.

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