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Rezension: Die 16 Lebensmotive in der Praxis

Wer sich mit Motivation fundiert auseinandersetzen will, gehört zur Zielgruppe dieses Buches. Grundlage ist die Theorie der 16 Lebensmotive von Steven Reiss, US-Professor für Psychologie. Kurz und griffig beschreiben die Herausgeber Frauke Ion und Markus Brand zunächst, warum diese Theorie in den USA und Europa zunehmend genutzt wird. Ein wesentlicher Grund dafür ist ihre wissenschaftliche Fundierung. So überzeugt das Diagnose-In­strument gegenüber anderen mit einer sehr hohen Test-Validität und Reliabilität. Das heißt, mit seinen 128 Fragen, die mit einem Online-Tool ausgewertet werden, erhält der Nutzer ein mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zutreffendes Bild der Lebensmotive eines Menschen. Die mehr als eine Million Möglichkeiten verhindern dabei trotzdem allzu einfache Schubladen.

Nach Reiss sind diese Lebensmotive die Grundlage der Persönlichkeit, sie beeinflussen Glaubenssätze, Wahrnehmung, Fähigkeiten und schließlich das Verhalten. Aufgrund der verbreiteten Tendenz des 'self-hugging', also dem Reflex, die eigene Persönlichkeit als Grundlage für die Bewertung anderer zu nehmen, sorgen die Motive zudem für Missverständnisse und handfeste Konflikte.

Wie diese Probleme aussehen können und vor allem welchen Nutzen diese Methode für ihre Lösung bietet, wird anschaulich in den weiteren 15 Beiträgen geschildert. Die Themen reichen von Einzel-Coaching, Teamentwicklung und Vertriebstraining bis zur Motivanalyse berühmter Persönlichkeiten. Die Kernidee: Wer sich der eigenen Lebensmotive und der damit verbundenen Stärken bewusst ist, bekommt Klarheit über die zu ihm passenden beruflichen Aufgaben, etwa als Teamplayer oder in einer Einzelposition. So sind z.B. die Motive Macht, Ehre, Status und Kampf die Karrieretreiber unter den 16 Lebensmotiven, die in einer Führungsposition Energie und Freude vermitteln. Aus der Passung der Motivstruktur kann aber auch geschlossen werden, welche Dynamik zwischen Führungskraft und Mitarbeitern liegt oder wie erfolgreich ein Mentorat verläuft. Nach einer entsprechenden Motivanalyse zwischen Mentor und Mentee stieg z.B. in einem Schweizer Unternehmen die Zufriedenheit mit dem Mentorat deutlich. Auch wenn die 16 Lebensmotive auf den ersten Blick komplex und unhandlich erscheinen, eröffnet der Ansatz neue und hilfreiche Zugänge für Coaching und Training.

TA-Fazit: Fundiert, gut lesbar mit vielen Anregungen für Beratung und Personalentwicklung.

Hubert Kuhn

Markus Brand, Frauke Ion: Die 16 Lebensmotive in der Praxis. 382 S., Gabal, Offenbach 2011, 34,90 Euro


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