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Mensch Böhm – Verabschiedung des DGFP-Geschäftsführers

Führungswechsel bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung

Er hat die Deutsche Gesellschaft für Personalführung länger geführt als jeder andere: 15 Jahre lang stand Dr. Hans Böhm als Geschäftsführer der Personalerorganisation vor und hat sich für die Entwicklung des Personalmanagements stark gemacht. Zum Ende des Jahre 2007 hat der 60-jährige sein Amt an seinen Nachfolger Gerold Frick abgegeben.

'Ruhe ist nicht sein Thema', sagte Dr. Martin Posth und lachte. Der ehemalige Arbeitsdirektor der Audi AG redete über den 'Menschen Böhm', ließ die Zeit Revue passieren, als Hans Böhm in den achtziger Jahren die internationale Führungskräfteentwicklung bei der Audi AG aufbaute. Posth war einer der Gäste, die am 7. Dezember 2007 im Hauptsitz der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) in Düsseldorf von Böhm in seiner Rolle als Geschäftsführer Abschied nahmen. In einer Art Talkshow, moderiert von Renate Hauser, wurden Stationen aus dem Leben Böhms beleuchtet: zum Beispiel seine Zeit an der Uni und sein Wirken bei der Festo AG, die er zur lernenden Organisation umbaute.

Dass Böhm vom Konzept der lernenden Organisation überzeugt war, zeigt auch seine Zeit bei der DGFP, wie Hendrik Leuschke im Talk verdeutlichte. Der stellvertretende Geschäftsführer der DGFP nannte das Projekt 'Büro 2000': Böhm gestaltete die Arbeitswelt der DGFP-Mitarbeiter komplett neu. Akuter Platzmangel war der Auslöser dafür gewesen, dass der Geschäftsführer zwei Etagen des Düsseldorfer Sitzes umbauen ließ. Fortan hatte kaum einer der 60 Mitarbeiter noch einen festen Arbeitsplatz. Vielmehr hatten sie alle einen Koffer (auch Böhm hatte einen, laut Leuschke an dem Aufkleber mit Hund Daisy zu erkennen), ein mobiles Telefon und zusätzlich ein Home-Office. Seitdem praktizieren die Düsseldorfer DGFP-Mitarbeiter alternierende Telearbeit. Und zwar selbstorganisiert: Wer vor Ort sein will oder muss, muss sich rechtzeitig um einen Arbeitsplatz kümmern und ihn reservieren.

Während der Talks erfuhr man allerhand über Böhm: dass er ursprünglich Handelslehrer werden wollte, dass er gern Motorrad fährt, dass er zwei Kinder hat, gebürtiger Schwabe ist und jetzt an der Nordsee lebt. Über eines jedoch erfuhren die Gäste wenig: Wohl, um nicht in einer Lobhudelei über die eigene Gesellschaft zu enden, fand Böhms Wirken für das Personalmanagement kaum Erwähnung. Dabei gibt es darüber durchaus einiges zu berichten. 'Mit Böhm verbinde ich die Worte Professionalisierung des Personalmanagements', sagte Günther Fleig, Vorsitzender des DGFP-Vorstandes, auf der Verabschiedungsfeier und gab damit einen kleinen Hinweis auf das, was Böhm in den vergangenen 15 Jahren bewirkt hat.

Neupositionierung der DGFP unter Böhm

Die Entwicklung professioneller Standards für das Personalmanagement war Böhms Steckenpferd. Für die DGFP wurde sie zu so etwas wie dem Meilenstein ihrer Geschichte: Mit ihr wagte Böhm eine Neupositionierung der Gesellschaft. War die DGFP zuvor vor allem Forum für den Erfahrungsaustausch gewesen, verließ sie mit der Formulierung von Standards ihren neutralen Beobachterposten. 2003 wurden erstmals grundlegende Standards veröffentlicht, die dann auch die Basis für das DGFP-eigene Qualifizierungsprogramm 'Pro-Per' bildeten. Mit den Standards veränderte Böhm das Selbstverständnis der DGFP. Damit allerdings stieß er nicht nur auf Zustimmung. Vor allem, als der Geschäftsführer die Hochschulen anregte, sich bei der wissenschaftlichen Ausbildung von Personalmanagern an den Standards der DGFP zu orientieren, hagelte es Kritik. Doch Böhm ließ sich nicht beirren, von dem Weg, das Personalmanagement zu professionalisieren, ließ er sich nicht abbringen.

So war denn auch allen Gästen an jenem Dezembertag in Düsseldorf klar: Böhm gibt zwar die Geschäftsführertätigkeit an seinen Nachfolger Gerold Frick ab, doch das Personalmanagement lässt er nicht los. Zwar war von Böhm nicht zu erfahren, was genau er in Zukunft machen will, doch Ruhe geben wird er nicht. Dafür wird schon allein das Abschiedsgeschenk sorgen, das er von Günther Fleig überreicht bekam: eine Kettensäge – laut dem Daimler-Personalvorstand die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches von Böhm.

Autor(en): (Nicole Bußmann)


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