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Rezension: Aufstellungsarbeit revisited... nach Hellinger?

Eines vorweg: Dieses Buch ist nichts für Laien. Kenntnisse zur Aufstellungsarbeit, eingeschlossen der Kritik, die diese Methode vielfach erfährt, werden vorausgesetzt. Für alle diejenigen, die sich mit dem Themenfeld Aufstellungsarbeit bereits auseinander gesetzt haben, verspricht die Lektüre indes große Spannung. Denn hier diskutieren - im wahren Sinne des Wortes - drei namhafte Systemiker, die der Aufstellungsarbeit jeweils unterschiedlich gegenüberstehen. Der Austausch zwischen Fritz B. Simon, Gunther Schmidt und Gunthard Weber erfolgt dabei auf der Basis von Praxisfällen: Insgesamt vier von ihnen angeleitete Aufstellungen werden dokumentiert und anschließend untereinander und mit den Seminarteilnehmern analysiert. Darüber hinaus wird auch die Beziehung der Autoren untereinander und ihre Haltung zur Aufstellungsarbeit nach Hellinger per Aufstellung untersucht.

Insgesamt kreist die Lektüre jedoch weniger um den umstrittenen Ex-Missionar Bert Hellinger als der Titel und der Klappentext vermuten lassen. Stellungnahmen zu Hellingers Vorgehensweisen in der Aufstellungsarbeit fließen zwar in das Buch ein, eine umfassende Auseinandersetzung mit der heftigen Kritik an Hellingers Arbeitsweise sowie seiner dogmatischen Sichtweisen, z.B. bezüglich der Position des Mannes in der Familie, unterbleibt jedoch.

Gunthard Weber, Gunther Schmidt, Fritz B. Simon: Aufstellungsarbeit revisited ... nach Hellinger?, 256 S. brosch., Carl-Auer Verlag, Heidelberg 2005, ISBN 3-89670-486-9, 24,95 Euro.
Autor(en): (pwa)
Quelle: Training aktuell 07/05, Juli 2005
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