Know-how

Ein World Café fürs Wohlbefinden

Freie Meinungsäußerung und gesellschaftliche Mitgestaltung sind nicht nur politisch wichtige Errungenschaften. 'Partizipation ist gesundheitsfördernd, das ist wissenschaftlich belegt', weiß Silvia Gysel. Deshalb hat die Beraterin, die schon lange im Themenbereich Gesundheit arbeitet, ihren beruflichen Schwerpunkt nun mit der partizipativen Methode eines World Cafés verknüpft.

Ihr 'Café Xundheit', das daraus entstand, folgt den bekannten Regeln der Großgruppenmethode: Die Teilnehmer tauschen sich in kleinen Tischgruppen darüber aus, was sie am Arbeitsplatz gesundheitlich belastet. Dreimal wechseln sie dabei den Tisch, wobei immer ein Moderator und wesentliche Notizen zurückbleiben, um den Informationsstand weiterzugeben. Was Gysels Ansatz von anderen World Cafés unterscheidet, ist die obligatorische Rückkehr aller Teilnehmer zu ihrem Heimattisch nach der dritten Runde – dem 'Tisch des Vertrauens', wie die Beraterin ihn nennt. 'Den haben die Teilnehmer frei gewählt, dort fühlen sie sich wohl und von dort aus wagen sie am ehesten den Schritt ins Plenum.' Mit der Sicherheit, die die Teilnehmer am 'Tisch des Vertrauens' gewonnen haben, trauen sie sich sogar zu, auch im Beisein der Führungskräfte offen über Probleme zu sprechen.

Allein diese Kommunikation, die das Café Xundheit ermöglicht, ist bereits eine erste gesundheitsfördernde Intervention im Unternehmen, ist Gysel überzeugt: 'Schon das Reden über die Belastungen am Arbeitsplatz hat eine hohe psychohygienische Wirkung.'
Autor(en): (lis)
Quelle: Training aktuell 12/09, Dezember 2009
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