Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Plädoyer für eine verspieltere Führung

Zukunftsstudie über Playful Business


Führung muss verspielter werden. So die These hinter der neuen Trendstudie 'Playful Business', die das Zukunftsinstitut aus Frankfurt am Main im Herbst 2017 veröffentlicht hat. Demnach braucht es in den Unternehmen eine neue Kultur, die die Entwicklung von Ideen und Innovationen, das Ausprobieren neuer Wege, die Bereitschaft, auch Fehler zu machen und zu korrigieren, fördert. Solch eine Kultur kann von der Implementierung spielerischer Prinzipien profitieren, kurzum: von Playful Gamification.

Playful Gamification ist dem Trendbericht zufolge von Gamification abzugrenzen. Letztere hat sich, so stellen die Studienautoren fest, in der Vergangenheit häufig darin erschöpft, Mitarbeiter durch den Einsatz spielerischer Mittel quasi manipulativ dazu zu bewegen, bestimmte Ziele zu erreichen. Doch die Hoffnung, dass sie – angetriggert durch die Wettbewerbs- und Gewinnlogik des Spiels – intrinsisch motiviert werden, erwies sich allzu oft als Trugschluss. Bei Playful Gamification geht es dagegen nicht um das Game, das Spiel an sich, sondern um eine Atmosphäre, die dem menschlichen Trieb zu spielen (englisch: play) gerecht wird. Wenn Menschen ihrem Spieltrieb folgen, wollen sie nicht nur Punkte sammeln und im Wettbewerb mit anderen gut dastehen. Spielen bedeutet vielmehr Verhalten, Aktionen und Bedeutungen frei, neugierig und explorierend zu rekombinieren, neue Möglichkeitsräume kreativ zu erkunden, Dinge ohne Angst auszuprobieren. Wie sich eine Kultur, in der das möglich ist, etablieren lässt? Die Studienautoren empfehlen Führungskräften ein neues spielerisches Mindset aufzubauen, das sie 'Playful Leadership' nennen. In Anlehnung an Harald Warmelink ('Towards Playful Organizations', 2013) raten sie dazu, sechs Werte zu kultivieren:

1. Playful Leader lieben Komplexität und schaffen alternative ­Realitäten.
Playful Leader glauben an Kontingenz. Das heißt, sie glauben daran, dass alles auch ganz anders sein und trotzdem – oder gerade deshalb – zum Erfolg führen kann. Deswegen sind sie offen für Neues, bieten Spielraum für Veränderung und setzen weniger auf klar gesteckte Ziele als vielmehr auf langfristige Visionen bzw. eine gemeinsam entwickelte Unternehmensmission.

2. Für Playful Leader ist keine Idee zu verrückt.
Statt scheinbar verrückte Ideen abzuweisen, geben Playful Leader ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, diese nach agilen Prinzipien auszutesten.

3. Playful Leader lassen los.
Playful Leader ermöglichen Kollaboration und Kommunikation über hierarchische Grenzen hinweg und verteilen die Macht auf Experten. Zudem machen sie Feedback in alle Richtungen möglich, nach oben und nach unten.

4. Playful Leader machen neugierig.
Playful Leader ermöglichen jedem Mitarbeiter, zu lernen und sich weiterzubilden und ermutigen Mitarbeiter (auch durch ihr Vorbild), neugierig und wissbegierig zu sein. Sie sorgen dafür, dass Mitarbeiter in internen Weiterbildungsprogrammen nicht nur relevante Job Skills lernen, sondern auch ein Verständnis für die Ziele und Visionen des Unternehmens bekommen. Und sie fördern das Teilen von Wissen und Informationen.

5. Playful Leader erkennen an.
Playful Leader legen Wert darauf, Mitarbeiter für deren Leistungen und Kompetenzen sozial zu würdigen (Meritokratie). Playful wird diese Anerkennung, wenn sie sich nicht bloß in Incentives oder Auszeichnungen ausdrückt, sondern in authentischem, emotionalem Lob – für alle Mitarbeiter, egal wie hoch sie durch ihre Leistungen aufgestiegen sind.

6. Playful Leader nehmen sich selbst nicht zu ernst.
Fröhlichkeit bewirkt, dass Mitarbeiter freudiger und  inspirierter an die Arbeit gehen. Sie äußert sich in einem Sinn für Humor und Zwanglosigkeit, in der Fähigkeit, einen Schritt zurückzutreten und die Situation und sich selbst ironisch zu reflektieren. Fröhlichkeit und Kontingenz sind sehr eng verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig: Wer die Organisation mit all ihren Strukturen, Normen und Routinen unter der Optik des Auch-anders-Möglichen sieht, wird gelassener – spielerischer – arbeiten.

Die Studie 'Playful Business – Wer spielt, gewinnt!' des Zukunftsinstituts Frankfurt am Main kann zum Preis von 190 Euro über www.zukunftsinstitut.de bestellt werden.

Autor(en): Sylvia Jumpertz

drucken versenden

RSS-Feed bookmark

ANZEIGE

Nachricht aus managerSeminare 237:

Bild zur Ausgabe 237
Das Magazin managerSeminare jetzt testen

Suche im Archiv


© 1996-2018, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier