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Gruppen mächtiger Personen ­entscheiden schlechter

Teamarbeit


Wichtige Entscheidungen werden oft von Gruppen mächtiger Personen getroffen. Ob, und wenn ja wie, sich die Macht der Einzelmitglieder auf die Qualität der Gruppenentscheidung auswirkt, haben jetzt Psychologen der Universität von Kalifornien in einer Experimentenreihe untersucht. John Hildreth und Cameron Anderson ließen ihre Probanden zuerst in Zweierteams Türme mit Bauklötzchen bauen. Per Zufallsprinzip wählten sie jeweils eines der beiden Teammitglieder aus, das das andere am Ende der Aufgabe bewerten und darüber bestimmen sollte, wie viel Geld es für seine Leistung ausgezahlt bekommt. Dadurch wurde bei diesen Personen ein Gefühl von Macht erzeugt. Im Anschluss wurden die machtvollen Personen in eine Gruppe gesteckt, die anderen bildeten eine zweite. Beide Gruppen sollten dann gemeinsam schwierige Entscheidungsaufgaben bearbeiten. Ergebnis: Die Gruppe der Mächtigen traf in allen Fällen schlechtere Entscheidungen als die andere. In Analysen der Gruppenzusammenarbeit konnten die Forscher dafür zwei wesentliche Gründe identifizieren: Zum einen verschwendeten die Mächtigen im Gegensatz zu den Machtlosen viel Zeit und Energie darauf, um den Status in der Gruppe zu konkurrieren. Zum anderen neigten sie dazu, wichtige Informationen zurückzuhalten.

Autor(en): Andree Martens


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