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Bloß keinen schlechten Eindruck machen

Reputation von Managern


Was bringt Topmanager zu Fall? Miese Bilanzen? Falsche Führung? Nein: Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger ist es vor allem ein schlechter Ruf, der Vorstandskarrieren beendet. Zu diesem Ergebnis kamen die Studienautoren, nachdem sie 40 Managerlaufbahnen im Zeitraum von 1990 bis 2014 analysiert hatten. Demnach war eine angeschlagene Reputation mehr als doppelt so häufig der Grund für den Rücktritt eines Managers als eine objektiv schlechte Leistung.

71% der zurückgetretenen Manager sind an ihrem schlechten Ruf gescheitert.

Die Bedeutung der Perception – also der öffentlichen Wahrnehmung von Handlungen – nehme gegenüber der tatsächlichen Performance von Managern stetig zu. Ein schlechter Leumund ist jedoch nicht nur für Führungskräfte gefährlich. Meist leidet darunter auch das Image des gesamten Unternehmens, so das Studienfazit. Als Ursache für diesen Trend sehen die Autoren die gewachsenen Einflussmöglichkeiten: Mithilfe sozialer Medien könnten Gewerkschaften, Bürgerinitiativen, NGOs oder kritische Aktionäre eigene Kampagnen organisieren und mit wenig Mitteln große Aufmerksamkeit erzeugen. Deutlich werde dies etwa an der Zunahme sogenannter Shitstorms, die sich als Sturm der Entrüstung gegen Firmen auf Plattformen wie Facebook und Twitter entladen. Auf diesem Weg gerieten Unternehmen – und ihr Führungspersonal – immer öfter unter Druck. Download der Studie unter www.rolandberger.de

Autor(en): (nip)


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