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Selbstdisziplin ist nicht immer gut

Persönliche Zufriedenheit 


Selbstdisziplin und -kontrolle gelten als wichtige Voraussetzungen für den persönlichen Erfolg – sei es im Job oder privat. Doch insbesondere Personen, die eher aus dem Bauch heraus Entscheidungen treffen, sollten sich nicht immer zur Selbstdisziplin zwingen. Zu dieser Erkenntnis sind Wissenschaftler der Wirtschaftsuniversität Wien sowie der Universitäten Köln und Zürich nach der Auswertung von elf Studien mit rund 3.000 Teilnehmenden gekommen. Kernergebnis: Strenge Selbstkontrolle führt nicht immer zu mehr Zufriedenheit mit einer Entscheidung. Insbesondere intuitiv handelnde Menschen haben leicht das Gefühl, sich selbst gegenüber untreu zu werden, wenn sie diszipliniert handeln. „Menschen, die sich bei Entscheidungen eher auf ihr Gefühl verlassen, empfinden sich selbst beim Verzichten weniger authentisch. Sie haben das Gefühl, ihre Bedürfnisse zu unterdrücken und sich damit selbst zu betrügen. Paradoxerweise bedeutet demnach für sie der Verlust der Selbstbeherrschung gleichzeitig Selbstfindung. Umgekehrt sehen Menschen, die sehr rational entscheiden, Selbstbeherrschung als Rezept zum Glücklichsein“, erläutert Studienautor Michail Kokkoris.

Autor(en): Marie Pein


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