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Unternehmen mangelt es an diplomatischem Geschick

Kommunikation auf Bewertungsplattformen


'Kommunikation wie in der Steinzeit, hier funktioniert wirklich gar nichts.' Um auf derartige negative Kommentare von Mitarbeitern auf Online-Bewertungsplattformen zu reagieren, braucht es diplomatisches Geschick. Doch genau daran fehlt es vielen  Unternehmen, wie eine Studie des Beratungsunternehmens Employer Telling zeigt. Für die Erhebung haben die Berater Manfred Böcker und Sascha Theisen rund 1.300 auf kununu.com veröffentlichte Arbeitgeberstatements untersucht. Zwar antwortet rund die Hälfte der Arbeitgeber neutral oder sogar freundlich auf negatives Feedback, doch handelt es sich bei den Rückmeldungen häufig um Standardfloskeln. Auf die individuellen Belange der Feedback-Geber wird hingegen nur selten eingegangen – und wenn, dann wird meistens ordentlich zurückgeschossen. Rund acht Prozent der Unternehmen reagieren mit aggressiven oder unterschwellig aggressiven Kommentaren à la 'wenn es denn soooo schlimm in unserem Unternehmen für Sie ist, wieso kündigen Sie nicht einfach?'. Auffällig ist, dass mehr als die Hälfte solcher Kommentare von Geschäftsführern verfasst werden. Und das, obwohl im Schnitt nur 15 Prozent aller untersuchten Kommentare aus der Geschäftsführung stammen. Doch Angriff ist eben nicht immer die beste Verteidigung. Vor allem nicht, wenn Online-Bewertungen als Visitenkarte eines Arbeitgebers immer wichtiger werden. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom unter 1.009 Personen, darunter 829 Web User, ist die Anzahl der Nutzer von Jobbewertungsplattformen wie kununu.com, meinchef.de oder jobvote.com seit 2015 um sieben Prozent gestiegen. Mehr als jeder dritte Internetnutzer hat sich schon einmal online Bewertungen von Arbeitgebern durch­­gelesen.

Die häufigsten Antworten von Arbeitgebern auf negatives Feedback im Internet
'Vielen Dank für Ihr Feedback, gerne gehen wir Ihren Kritikpunkten nach ...' (Standardantworten) 50,7%
'Ihre Aussage stimmt so nicht bzw. können wir sie nicht nachvollziehen ...' (Dementi) 16,9%
'Wir geloben Besserung ...' (Annahme von Kritik) 7,5%
'Tut uns leid, wir arbeiten daran ...' (Bedauern) 6,3%
'Diese Bewertung geben wir gerne an Sie zurück ...' (Angriff) 4,8%
'Neben attraktivem Gehalt, bieten wir unseren Mitarbeitern auch ...' (Agendasetting) 4,9%
'Ist so, können wir aber nicht ändern ...' (Einsicht) 3,6%
'Es ist schade, auf diesem Wege zu erfahren, dass ...' (Kritik am Kanal) 1,5%

Quelle: Studie 'Club der Gleichen 3 – Arbeitgeber im Kandidatendialog' des Beratungsunternehmens Employer Telling, n=1.300, 2018; www.managerseminare.de

Autor(en): Sarah Lambers

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