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Lernen wird selbstbestimmter und individueller

Horizon Report 2014


Flipped Classroom bedeutet so viel wie umgedrehter Klassenraum und bezeichnet eine Lehrmethode, bei der die gewohnte Seminaraufteilung auf den Kopf gestellt wird. Denn die Lerninhalte werden nicht – wie meist üblich – vom Trainer im Seminar vermittelt, sondern selbstständig von den Lernenden mittels digitaler Medien vorab erarbeitet. Im Seminar wird das Gelernte in Praxisübungen angewendet und vertieft. Diese innovative Form des Lernens hat laut dem Horizon Report 2014 das Potenzial, die Bildungswelt binnen kurzer Zeit nachhaltig zu prägen. Folgerichtig landeten Flipped Classrooms auf Platz eins der Liste der wichtigsten Bildungstechnologien, die in jedem Jahr von einem Expertengremium ermittelt und im Horizon Report dokumentiert werden. Als Beispiel für die Wirkungskraft von Flipped Classrooms nennen die Report-Autoren die Khan Academy, die im Jahr 2007 von Salman Khan als kostenloses Lernportal gegründet wurde. Die Website und die dazugehörige App bieten eine umfassende Zahl von Videos professioneller Vorlesungen in unterschiedlichen Fächern. Millionen von Lernenden besuchen regelmäßig die Seite, Lehrende können die Inhalte für ihre Flipped Classrooms nutzen. Neben der Khan Academy gibt es eine Reihe von Portalen, auf denen Lerninhalte frei verfügbar sind und für Seminare genutzt werden können. Die Horizon-Autoren betrachten das Flipped-Classroom-Modell daher als Teil einer umfassenderen didaktischen Bewegung, die den Einsatz digitaler Ressourcen wie E-Books, Podcasts und Online-Foren mit einer aktiven Seminargestaltung kombiniert.

Als weiteren Toptrend machen die Experten Learning Analytics aus. Dabei handelt es sich um die bildungsbezogene Auswertung großer Datenmengen, sogenannter Big Data. Ähnlich wie etwa Amazon und Google User-Messdaten nutzen, um ihre Empfehlungen individuell auf die Konsumenten zuzuschneiden, sollen Learning Analytics dazu beitragen, Lernenden ein personalisiertes Lernerlebnis zu bieten. So können etwa Studierende der Capella University in Minneapolis ihren Lernprozess mit einer 'Kompetenz-Landkarte' kontrollieren. Die Landkarte zeigt an, wo sie in jedem Kurs stehen und in welchen Bereichen sie sich anstrengen müssen. Sie kann auch von ihren Dozenten eingesehen werden. Auf die im vergangenen Jahr hoch ge­­lobten MOOCs, die Massive Open Online Courses, weisen die Autoren ausdrücklich als abschwingenden Trend hin. Demnach laufen die Massen-Onlinekurse in den USA weit weniger er­­­­­folgreich, als es der Hype um sie vermuten ließ.

Insgesamt identifiziert der Horizon Report 2014 sechs Technologien, die den Bildungsbereich in den kommenden fünf Jahren prägen werden. Neben Flipped Classrooms und Learning Analytics gehören dazu 3-D-Printing, Games, virtuelle Assistenten und Quantified Self, also die Möglichkeit, Daten, die im täglichen Leben produziert werden, zu sammeln und auszuwerten. An der Entstehung des Horizon Reports wirken seit 2004 jährlich weltweit führende Experten und Praktiker aus dem Bildungsbereich mit. Die Arbeit an dem Projekt findet online statt und kann im Horizon Wiki nachvollzogen werden. Im Bericht werden die ermittelten Trends begründet und die präsentierten Technologien mit Praxisbeispielen ausführlich beschrieben und mit Literaturhinweisen versehen.

Autor(en): (nip)

Link: Hier finden Sie die deutsche Version des Horizon Reports als kostenlosen Download.


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