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Personalsuche im Wandel

Führungskräfte-Recruiting


2014 war ein gutes Jahr für Personalberater. Das lässt sich aus der Personalberatungsstudie 2014/2015 des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater (BDU) ablesen. Der BDU stellte die Ergebnisse auf dem Personalberatertag am 6. Mai 2015 in Königswinter vor.

Die Personalberater profitieren von der Digitalisierung der Arbeitswelt, wie die Studie zeigt. Die digitale Transformation von Geschäftsprozessen und Arbeitsabläufen stellt Arbeitgeber nämlich vor neue Herausforderungen beim Recruiting: Sie brauchen dringend Mitarbeiter, die besonders in den Bereichen IT und Kommunikationstechnik auf dem Laufenden sind. Doch wie die neuen Jobprofile, beispielsweise für App-Entwickler und Cloud-Spezialisten, genau aussehen, wissen sie häufig nicht. Zudem sind diese Fachkräfte rar, weswegen sich die Personalsuche schwierig gestaltet. Gleiches gilt für die Suche nach Führungskräften. 'Führungskräfte brauchen neben fachlichen Fähigkeiten die richtige Mentalität für den digitalen Wandel', erklärte Wolfram Tröger, Vorsitzender des BDU-Fachverbands Personalberatung beim Personalberatertag 2015. 'Sie müssen zum Beispiel mit disruptiven Innovationen umgehen können, sie brauchen kreative Problemlösungskompetenzen, und sie müssen in der Lage sein, die Partizipation ihrer Mitarbeiter zu fördern.' Viele Unternehmen, vor allem Mittelständler, holen sich deshalb Hilfe bei Personalberatern. Dass diesen die Suche oftmals gelingt, zeigt die BDU-Studie: Die Zahl der Positionen, die durch Personalberater besetzt werden konnten, stieg 2014 um zwei Prozent auf gut 53.500 (2013: 52.500).

Dennoch hat sich der Gesamt­umsatz der Branche 2014 verhaltener entwickelt als erwartet. Statt wie erhofft um 7,8 Prozent stieg er nur um 5,7 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Wolfram Tröger erklärte dies damit, dass die Digitalisierung zwar einerseits Treiber der Recruitingbranche sei, ihr gleichzeitig aber auch zu schaffen mache, und nannte zwei Beispiele für Veränderungen: Zum einen drängen seit einiger Zeit vermehrt sogenannte Personalvermittler auf den Markt, die damit werben, in kurzer Zeit viele Lebensläufe präsentieren zu können. Sie suchen und versenden dafür online eine große Anzahl an Bewerberprofilen. 'Sorgfältige Personalberatung ist aber weit mehr als möglichst schnell möglichst viele Bewerberschreiben auf den Tisch zu legen', so Tröger. Allzu häufig passten die ausgewählten Profile nicht zur ausgeschriebenen Stelle, und die Suche gehe von vorne los. Nach einer solchen Erfahrung beauftragten viele Arbeitgeber doch noch einen Personalberater mit dem Recruiting: 'Diese Erkenntnis kostet die Unternehmen Geld und wertvolle Zeit, und dann muss es natürlich schnell gehen – und günstig sein', so Tröger weiter.

Gefragte Dienstleistung: Onboarding Coaching


Zum anderen sehen immer mehr Unternehmen im Active Sourcing eine Alternative zur klassischen Personalberatung. In Eigenregie suchen sie über Online- und Social-Media-Plattformen wie Xing und LinkedIn nach geeigneten Kandidaten. Für Arbeitgeber mit einem weitreichenden Netzwerk kann diese Art des Recruitings erfolgversprechend sein. Wollen Berater bei solchen Unternehmen punkten, müssen sie über ausgezeichnete Kontakte verfügen und ihr Angebotsspektrum erweitern, wie Wolfram Tröger erklärte: 'Die Nachfrage nach Dienstleistungen in den Bereichen Managementdiagnostik und Executive Coaching nimmt zu. Viele Unternehmen wünschen sich außerdem über die Besetzung der Stelle hinaus etwa ein Onboarding Coaching, in dessen Rahmen die Integration neuer Mitarbeiter ungefähr ein Jahr lang begleitet wird.'

Den größten Anteil am Beratergeschäft machen mit 82 Prozent aber nach wie vor die Suche, Auswahl und Gewinnung geeigneter Kandidaten aus. Die wichtigsten Klientenbranchen sind mit jeweils rund 13 Prozent die Konsumgüterindustrie und der Maschinenbau. Besonders in der Maschinenbaubranche erwarten die Personalberater wegen der guten wirtschaftlichen Lage für 2015 eine Umsatzsteigerung um knapp acht Prozent. Insgesamt zeigt sich die Recruitingbranche optimistisch und rechnet mit einem Umsatzplus von 6,2 Prozent.

Autor(en): (fin)


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