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Planung über die Köpfe der Mitarbeiter hinweg

Forsa-Studie zur betrieblichen Weiterbildung


Fachkräfte aus dem Ausland holen? Das Thema mag derzeit in der öffentlichen Wahrnehmung en vogue sein. Doch die meisten Unternehmen setzen lieber auf eine andere Strategie, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken: Sie betrachten die Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter als bestes Mittel, um Personallücken zu schließen. Zumindest gaben das 95 Prozent der Personalmanager aus 200 Firmen an, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa kürzlich im Auftrag von Springest, einer Verbreitungsplattform für Weiterbildungsdatenbanken, befragt hat. Der Erhebung zufolge klagen große wie kleine Firmen darüber, Stellen nicht besetzen zu können. Vor allem im Osten Deutschlands ist die Not groß. Die Ursachen-Diagnose von 80 Prozent der Befragten lautet: Es fehlt an geeigneten Bewerbern. Vor allem kleinere Firmen sind davon überzeugt. Eine Folge: Es werden Abstriche bei den Qualifikationen der Bewerber gemacht. Auch dadurch steigt der Bedarf an zukünftiger Weiterqualifizierung. Allerdings stecken die Unternehmen bis dato vergleichweise übersichtliche Summen in die Fortbildung ihrer Mitarbeiter: zwischen 250 und 1.500 Euro pro Person.

Außerdem steht in gut 36 Prozent der deutschen Betriebe zwar ein Budget für die Weiterbildung bereit. Doch laut einem Viertel der Personaler wird dieses nicht voll ausgeschöpft. Acht Prozent berichteten gar, in ihrer Firma habe man das Budget verfallen lassen. Das muss zwar kein Beweis für die schlechte Situation der Weiterbildung in den Unternehmen sein, kommentiert Dirk Werner vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. Womöglich werden Weiterbildungen auch einfach aufgrund voller Auftragsbücher verschoben. Tatsache ist jedoch, dass die Firmen ihre Mitarbeiter in gut der Hälfte der Fälle nicht über das Weiterbildungsbudget und seine Verwendung aufklären. Auch sträuben sie sich überwiegend dagegen, ihre Mitarbeiter in die Entscheidung über die Verwendung des Budgets einzubinden, also an der Auswahl der Weiterbildungen zu beteiligen. Aus Sicht von Hans-Ulrich Nordhaus, Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes, ein Zeichen des Misstrauens gegenüber den Mitarbeitern, das auch zeigt: Mit der Weiterbildungskultur ist es in vielen Betrieben noch nicht weit her.

Autor(en): (jum)

Link: Die Gesamtergebnisse der Studie sowie umfangreiches Begleitmaterial finden Sie auf der Webseite von Springest.


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