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Zahlen-Clash

55% vs. 42%

55%

... der Erwerbstätigen in Deutschland sprechen sich dafür aus, dass Unternehmen mehr Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz zeigen sollten. Das ist das Ergebnis einer Studie, für die das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Privatwirtschaft befragt hat. Nur ein Viertel der Befragten glaubt, dass Unternehmen sich nicht stärker an Nachhaltigkeit und Klimaschutz beteiligen müssen, ein Fünftel ist „eher unentschieden“. In Hamburg ist die Zustimmung besonders hoch (rund 64 Prozent), in Thüringen sind die Beschäftigten im Schnitt skeptischer (rund 45 Prozent), was zeigt, dass es zwischen den Bundesländern teils deutliche Unterschiede gibt. Obwohl Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Deutschland grundsätzlich als wichtig angesehen werden, sind viele Beschäftigte nicht bereit, Veränderungen im eigenen Unternehmen in Kauf zu nehmen.

42%

... der Befragten, also deutlich weniger als die Hälfte, würden Maßnahmen für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei ihnen im Betrieb begrüßen. Nur rund 33 Prozent sind bereit, die Kosten der Realisierung von mehr Nachhaltigkeit im Unternehmen mitzutragen, 51 Prozent wollen das hingegen nicht. Nachhaltigkeit gelte allgemein als teuer – diese Grundeinstellung könne sich auf die Haltung der Beschäftigten gegenüber klimafreundlichen Geschäftsmodellen übertragen haben, vermutet Jakob Kunzlmann, Wirtschaftsexperte der Bertelsmann Stiftung. Zudem bezweifelt über die Hälfte der Befragten, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Autor(en): Nina Rheinheimer
Quelle: managerSeminare 285, Dezember 2021
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