Tutorial
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Kontemplative Intelligenz trainieren

Kontemplative Intelligenz ist die Fähigkeit, das eigene Denken und Handeln aus dem Autopilotenmodus zu befreien, um zu einem gesünderen und offeneren Umgang mit sich, den eigenen Aufgaben und den Menschen, die einen umgeben, zu finden. Unter den Praktiken, mit denen sich die kontemplative Stärke stärken lässt, sind drei besonders nachhaltig.

1. Die fünf Fragen des kontemplativen Lebens beantworten

Die Umwelt konfrontiert uns immer wieder mit Ungewissem und Unvorhergesehenem. Damit umzugehen, fällt uns leichter, wenn wir über innere Ruhe verfügen und eine positive Selbstgewissheit besitzen: Wenn wir wissen, wer und wo wir warum sind, kann uns nichts umhauen – wir begegnen Herausforderungen offen und können Lösungen gerade auch in disruptiven Situationen finden. Diese fünf zutiefst persönlichen Fragen öffnen hierfür die Türen:

  • Wo war ich schon einmal?
  • Wer bin ich?
  • Wo bin ich jetzt?
  • Warum bin ich gerade da, wo ich bin?
  • Wohin gehe ich?

2. Einen Anfängergeist kultivieren

Unsere mentalen Abkürzungstendenzen führen uns zu täglichen Gewohnheiten, über die wir gar nicht mehr nachdenken – einfach, weil wir nicht mehr hinsehen: Wir essen immer dasselbe, duschen auf dieselbe Weise, kleiden uns immer gleich. Ebenso ist es mit den kleinen Dingen um uns herum: Wir schauen nicht mehr hin, denn wir meinen, wir kennen sie. Genau das macht uns starrköpfig, der routinierte Kennerblick verschließt uns für neue Sichtweisen. Aus dieser Falle finden wir heraus, indem wir täglich einen Anfängergeist kultivieren, im Zen-Buddhismus auch „Shoshin“ genannt. Am Arbeitsplatz heißt das z.B.:

  • Bevor ich ein neues Projekt in Angriff nehme, versuche ich, meinen Geist von früheren Urteilen oder Vorstellungen über kommende Themen zu befreien.
  • Ich bin bewusst neugierig auf die Aufgabe.
  • Ich lasse mein Ego – und damit insbesondere hartnäckige Überzeugungen – los.
  • Ich ziehe einen lateralen Ansatz in Betracht: Wie hat eine Kollegin eine ähnliche Herausforderung gelöst?

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3. Yoga Nidra praktizieren

In der Einschlafphase, also dem Bewusstseinszustand zwischen Wachen und Schlafen, sind wir besonders entspannt und bringen gleichzeitig unseren Geist zum Fliegen. In diesen Zustand können wir uns jederzeit gezielt versetzen – mit einer Methode, die aus dem Yoga kommt und als „Yoga Nidra“ (= yogischer Schlaf) oder auch NSDR (= Non Sleep Deep Rest) bezeichnet wird. Die Methode hilft uns, unsere Mitte zu finden, und den Raum zwischen dem, woher wir kommen, und dem, wohin wir gehen, „zu umarmen“: Wir sind angstlos und im Einklang mit Entwicklungen. Im „Wachschlaf“ können wir daher unseren Vorhaben und Ideen nahezu wie von selbst Schwung verleihen. Das Vorgehen verläuft über acht Stufen:

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