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Digitaler Bewerbungsprozess wird als ungerechter empfunden

Digitale Technologien kommen im Bewerbungsprozess immer häufiger zum Einsatz. Sie bergen jedoch die Gefahr, von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern als unfair empfunden zu werden. Das geht aus Studien der Kühne Logistics University (KLU) in Kooperation mit einem Forschungsteam der Technischen Universitäten München und Freiburg hervor. Die Grundlage bildet eine experimentelle Studie mit 475 potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern sowie eine Feldstudie mit 342 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. „Aus den Ergebnissen lässt sich schließen, dass Bewerberinnen und Bewerber das Gefühl haben, digital eher im Nachteil zu sein und sich weniger gut präsentieren zu können“, sagt Studienleiter Nicholas Folger das zentrale Ergebnis. Im Zweifel könne das negativ auf das Arbeitgeberimage zurückfallen. Um dem entgegenzuwirken, sei transparente Kommunikation beim gesamten digitalen Bewerbungsprozess wichtig. Prisca Brosi, Professorin für Human Resource Management und Teil des Studienteams, rät beispielsweise, klar zu benennen, welche Informationen benötigt würden und auf Basis welcher Kriterien die spätere Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber erfolge. Ein Hinweis auf die Vertraulichkeit der gesammelten Informationen sei ebenfalls wichtig. Unternehmen, die sich an diese Grundregeln halten, können ihr Image bei Bewerberinnen und Bewerbern durchs Digital Recruiting sogar fördern, betont Folger. Denn laut Studie werden Unternehmen, die digitale Auswahlprozesse nutzen, als innovativer wahrgenommen. 

Autor(en): Nina Rheinheimer
Quelle: managerSeminare 285, Dezember 2021
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