Management

Persönlichkeitstests

Neue Instrumente der Persönlichkeitsanalyse

Wenn der Beruf zur Berufung wird oder wenn - trotz unbestrittener fachlicher Qualitäten - die Zusammenarbeit mit dem Kollegen 'unmöglich' ist, hängt dies ganz wesentlich mit der jeweiligen Persönlichkeitsstruktur zusammen. Ergänzt sie sich mit dem eigenen Tätigkeitsfeld, mit Vorstellungen, Auffassungen und Arbeitsweisen der Mitarbeiter oder steht sie dazu diametral im Widerspruch? Eine Antwort auf diese so entscheidende Frage des persönlichen Wesen und des daraus resultierenden Wirkens versprechen eine ganze Reihe von Instrumenten zur Persönlichkeitsanalyse. Vier häufig und verbreitet genutzte unterziehen wir im folgenden einer kritischen Betrachtung.
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Hätte ich das gewußt!' - Dieser Stoßseufzer ist jedem von uns schon einmal voller Inbrunst entfahren. Menschenkenntnis und intensive Einschätzung allein reichen oft nicht. Der gute Eindruck ist meist nicht maßgeblich. Wie oft habe ich selber schon an meinem Äußeren etwas verändert, um anders zu wirken: vorteilhafter, intellektueller ... 'Mehr sein als Schein' sagt das Sprichwort.

Die Idee der individuellen Erkenntnis des eigenen Ichs und des Ichs des anderen ist nicht neu. Aber es hat sich in den letzten Jahren einiges getan, um genauere Aussagen zu treffen. Vor allem die Hirnforschung hat hier Herausragendes geleistet. Eines vorweg: Es ist wichtig zu erklären, daß immer ein 'Restrisiko' übrigbleibt, daß der Getestete doch nicht so ist, wie das Ergebnis es vorgibt. Die augenblickliche Situation spiegelt sich in der Beantwortung der Fragen wider. Auch wenn im Fragebogen immer wieder Parallelfragen unter anderen Gesichtspunkten zum Ausgleich persönlicher Istgrößen gestellt werden, so ist eine endgültige Aussage über die Richtigkeit des Ergebnisses nicht gegeben. Außerdem bauen einige Autoren Relativierungen ein, die das Ergebnis dem Durchschnitt anpassen. Und: Jeder Test wird laufend überarbeitet und damit - nach Aussagen der Autoren - verbessert.

Bei Auswahl der Persönlichkeitsanalysen habe ich mich darauf beschränkt, neuere Instrumente vorzustellen, die im deutschsprachigen Raum Verbreitung finden. Alle liegen auch in Buchform vor. Für Anregungen weiterer Analysen bin ich dankbar, da ich weiß, daß aufgrund der Vielzahl solcher Instrumente diese Auswahl nur ein Rumpf sein kann. Neben der Buchform gibt es diese Persönlichkeitsanalysen auch als Seminar, wobei ich mich bei meinen Aussagen in diesem Beitrag ausschließlich auf die Buchversionen stütze…
Autor(en): Bernd Neuefeind
Quelle: managerSeminare 11, April 1993, Seite 32-36
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