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Konzepte von Koryphäen
Konzepte von Koryphäen

Abkehr vom Entweder-oder

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Es ist ein Schlagwort im Management: integratives Denken. Doch wie sieht eigentlich die DNA dieser Haltung aus? Roger Martin hat sie erforscht und eine Systematik entwickelt, mit der jede Führungskraft durch integratives Denken zu überlegenen Lösungen finden kann. Der erste Teil der neuen Serie „Konzepte von Koryphäen“ widmet sich der Methodik des kanadischen Managementdenkers.

Preview

Sowohl-als-auch statt Entweder-oder: Warum integratives Denken zu besseren Wirklichkeiten führt

Vier-Stufen-Modell: Wie integrative Lösungen schrittweise entwickelt werden

Praktischer Pragmatismus: Welche W-Fragen zur Strategie mehr beitragen als manches BWL-Modell

Nachhaltiger Wandel: Wie Organisationen ihre soziale Verantwortung wahrnehmen

Häufige Managementirrtümer: Vier Fehler – und vier Maximen für die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens


Cover managerSeminare 289 vom 25.03.2022Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 289

Wer über 35 ist, kennt noch das Blackberry. Das erste Smartphone der Welt bestand aus einem Bildschirm und einer Tastatur mit echten Knöpfen. Das Wunderbare am Modell 5810 im Jahr 2002: Mit diesem Telefon ließen sich von unterwegs E-Mails schreiben. Das Problem: Die Tastatur war fummelig klein, und der Bildschirm war es auch. Wer ein Gerät mit einer größeren Tastatur haben wollte, musste einen Blackberry mit kleinerem Bildschirm kaufen – und umgekehrt. Das eine Element ging auf Kosten des anderen. Großer Bildschirm und große Tastatur? Fehlanzeige. Man musste sich entscheiden. Beides zusammen war nicht zu haben, jedenfalls nicht in einer Gerätegröße, die noch in die Jackentasche gepasst hätte. Es galt das Entweder-oder-Prinzip. Bis das Unternehmen Apple mit einer vollkommen neuen Erfindung kam: Das iPhone mit dem Touchscreen verschmolz Tastatur und Bildschirm zu einem einzigartigen und allen vorherigen Kompromisslösungen überlegenen Element.

Genau diese Art von Innovation lässt Roger Martin nicht los. Das Verschmelzen von potenziell konkurrierenden und scheinbar widersprüchlichen Faktoren zu einer völlig neuen Lösung, so wie es Apple mit dem iPhone gelang – das war und ist eines der zentralen Themen des kanadischen Managementexperten. Er war es, der vor rund 15 Jahren im Zusammenhang mit Innovationen für das Verbinden des scheinbar nicht zu Verbindenden den Begriff des integrativen Denkens prägte. Als Schlagwort ist „integratives Denken“ heute en vogue. Das ausgeklügelte System, das sich dahinter verbirgt, dürfte indes um einiges weniger bekannt sein. Roger Martins besonderes Verdienst ist: In seiner Zeit als Dekan der Business School an der Universität von Toronto ging er der DNA des integrativen Denkens auf die Spur. Das heißt: Er untersuchte die Parameter dieser Denkart. Für einen Prozess, den etliche der besten Strateginnen und Innovatoren – so auch das iPhone-Entwicklungsteam – bislang eher intuitiv gesteuert vollzogen hatten, entwickelte er eine dezidierte Methodik, die dabei hilft, integrative Lösungen bewusst und gezielt herbeizuführen. Damit machte er integratives Denken zu einer Sache, die jede und jeder lernen kann.

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