Kunden-Login


Ihr Warenkorb ist leer
 

Ihr Warenkorb ist leer !

Bild zum Beitrag Karl Popper in der Serie Philosophie für Manager
© Lucinda Douglas-Menzies

Keine Angst vor Fehlern

Karl Popper in der Serie Philosophie für Manager

Karl Popper warnt vor Doktrinen aller Art. Stattdessen sollen wir unserem eigenen Urteilssinn vertrauen und alles hinterfragen, was wir zu wissen glauben. In der Unternehmensführung würde sein kritischer Rationalismus eine Revolution bedeuten – und zu mehr Verantwortung und einer besseren Fehlerkultur führen.

kostenfrei für Abonnenten
von managerSeminare
komplette Ausgabe
als ePaper: 12,80 EUR

Karl Popper ist einer der bedeutendsten Theoretiker des 20. Jahrhunderts, der sich mit Fragen der Gesellschaft und der Wissenschaft auseinandergesetzt hat. Damit man sein Denken und die erstaunlich modernen Konsequenzen versteht, die sich daraus für die Unternehmensführung ergeben, muss man jedoch weit ausholen und einen Blick in seine Biografie werfen. 1902 in Wien geboren, erlebt Popper am eigenen Leibe die Umbrüche und das Entstehen der totalitären Systeme in Europa. Nach dem ersten Weltkrieg schließt er sich voller Ideale der kommunistischen Partei an und erlebt, wie acht unbewaffnete Demonstranten von der Polizei auf der Straße niedergeschossen werden – keine tragische Verkettung von Umständen, wie er zunächst glaubte, sondern der kalkulierte Plan der kommunistischen Kader. Sie hatten ohne Bedenken das Leben der Demonstranten für ihre Doktrin geopfert, derzufolge nur die Destabilisierung der herrschenden Verhältnisse zu einer Befreiung der Arbeiterklassen führen würde. Eine Desillusionierung, die das gesamte Denken Poppers prägen wird.

Knapp zwanzig Jahre später wird Popper ein zweites Mal das Opfer einer Doktrin: Als konvertierter Jude sieht er sich der Verfolgung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt und flieht im Jahr 1937 nach Neuseeland. Zu dieser Zeit entwickelt er zwei Theorien, die mit absoluten Wahrheitsansprüchen brechen: Eine davon ist die Theorie der offenen Gesellschaft, die sich gegen die bis dahin kursierende Annahme wendet, dass es für die Wohlfahrt einer Gesellschaft das beste ist, wenn ein möglichst guter Anführer gefunden wird, der die Menschen auf die beste denkbare Weise regiert. Denn in diesem Ansatz steckt laut Popper schon die Wurzel zum Totalitarismus.

Extra:

  • Infokasten: Karl Popper – Leben, Lehre, Wirkung, Literaturtipps

Autor(en): Konstantin Schimert
Quelle: managerSeminare 193, April 2014, Seite 62 - 65 , 18816 Zeichen

ANZEIGE

Suche im Archiv

Weitere Informationen zum Thema


© 1996-2018, managerSeminare Verlags GmbH, Endenicher Str. 41, D-53115 Bonn
Mobile-Ansicht



OK

Wir verwenden Cookies, um Ihre Zufriedenheit auf unserer Website zu steigern. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen finden Sie hier