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Beitrag von Karin von Schumann, Sophie Schepp aus managerSeminare 316, Juli 2024
Umdenken und umgestalten: Die kognitive und die behaviorale Spielart des Job Craftings
Sinnvolle Kombination: Wieso es bei einem Job Crafting Coaching meist angebracht ist, die kognitive Variante des Ansatzes mit der verhaltensbezogenen zu verbinden
Beispielfall Maria: Wie Coaching einer Projektleiterin half, sich neue Einsatzfelder für brachliegende Talente zu erschließen
Beispielfall Lukas: Wie ein Einkäufer im Coaching lernte, geliebte und ungeliebte Arbeitsrollen wieder in realistischer Relation zu sehen
Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 316
Maria ist Projektleiterin im Business Development eines internationalen E-Commerce-Anbieters. Erst vor einigen Monaten hat sie diesen Job neu angetreten, nun kommt sie verzweifelt ins Coaching: „Ich weiß nicht mehr weiter, ich komme in dieser Rolle nicht richtig an“, klagt sie. Eigentlich habe der Job super geklungen. „Aber ich habe das Gefühl, ich mache ihn nicht richtig“, so Maria. Jedenfalls fühle es sich nicht so an, als würde ihre Arbeit Sinn stiften. „Ich würde meine Führungsrolle gern richtig ausüben, andere motivieren und etwas bewegen, aber das lassen meine Aufgaben gar nicht zu“, so die Managerin. Langsam sei sie richtig unglücklich. „Ich überlege sogar, zu kündigen“, bricht es aus ihr heraus. „Dabei war dieser Job so lange mein Traum!“
Lukas, Teamleiter im Einkauf eines mittelständischen Produktionsunternehmens, steckt in einer ähnlichen Zwickmühle wie Maria. Auch er fühlt sich hin- und hergerissen. Einerseits mag er seinen Job und sein Team. Andererseits sitzt er gefühlt nur noch in Online-Meetings oder arbeitet E-Mails ab und konstatiert frustriert: „Ich habe nicht das Gefühl, wirklich Sinn zu stiften und etwas voranzubringen.“ Aber seine Aufgaben seien nun mal, wie sie sind. „Und ich mag mein Team und meine Firma.“
In jedem der beiden Coachinggespräche wird schnell klar, dass die Situation sehr belastend für die Coachees ist. Dennoch soll die Kündigung nur die letzte Alternative sein. Sowohl Maria als auch Lukas möchten ihrem Job noch eine Chance geben. Sie sind deswegen daran interessiert, Handlungsspielräume zu entdecken – Möglichkeiten, wie sie ihren Job besser an ihre Wünsche und Fähigkeiten anpassen können. Genau dafür eignet sich Job Crafting als Coachingmethode besonders gut.
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