Lernen

Interview über New Learning
Interview über New Learning

Empowerment fürs Lernen

Was haben wir in der Pandemie-Zeit übers Lernen gelernt? Wie hat sich das Corporate Learning verändert, und wie muss es sich weiterentwickeln, damit es das Label New Learning wirklich verdient? Antworten von der Lernforscherin Anja Schmitz, mit der wir auf der Learntec, Europas größter Messe für digitale Bildung, Anfang Juni gesprochen haben.

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Pandemie-Lektionen: Warum Lernen noch wichtiger wird und vielfältiger werden muss

Radikaler Rollback vs. neugieriges Nachspüren: Wie das Corporate Learning auf die Pandemie-Erfahrungen reagiert

Kursziel Kollaboration und Co-Creation: Wann analoges Lernen auch in einer digitalisierten Welt der bessere Weg ist

Vergessener Rahmen: Warum die Versuche zur Einführung selbstgesteuerten Lernens in Organisationen seit einem halben Jahrhundert scheitern

Empowert durch Erleben: Wie Lernerlebnisse gestaltet werden müssen, damit selbstgesteuertes Lernen passiert


Cover managerSeminare 293 vom 22.07.2022Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 293

Wir haben jetzt zweieinhalb Jahre Pandemie hinter uns. Was haben wir in dieser Zeit übers Lernen gelernt?

Prof. Dr. Anja Schmitz: Wir haben ganz klar gelernt, dass Lernen zum zentralen Schalthebel wird, der Transformation, der Veränderung, ja eigentlich aller Anpassungsprozesse. Und wir haben gelernt, dass Lernen vielfältiger werden muss. Das gilt auch und vor allem für die Lernformate. Wir kommen ja aus einer Zeit, in der wir beim Lernen sehr dominant in Präsenz unterwegs waren. Das hat dann aufgrund der Pandemie plötzlich nicht mehr funktioniert. Die One-size-fits-all-Lösung ist da sofort an ihre Grenzen gestoßen. Vielfältige Lösungen sind deutlich robuster – und daher gerade in solch unsicheren Zeiten wie der heutigen so wichtig. Konkret hat es in der Pandemie-Situation natürlich primär an digitalen Lernformaten gefehlt.

Ist diese Einsicht durch die Pandemie-Erfahrung überall angekommen?

Ich erlebe ganz Unterschiedliches. Auf der einen Seite sehen wir in vielen Unternehmen eine große Regression oder eine Art Rollback. Das Lernen wird wieder in großem Stil zurück in die Präsenz geholt, das Old Normal des Präsenzlernens einfach wieder zum New Normal erklärt. Die Sehnsucht nach verlorener Kontrolle spielt dabei sicher eine wesentliche Rolle: „Ich will als Führungskraft schon gerne wieder wissen, was meine Mitarbeitenden gerade machen und wo sie eigentlich sind.“ Auf der anderen Seite sehen wir aber auch eine neue, sehr neugierige Auseinandersetzung mit den Themen Lernen und Lernformate. Vielerorts wird in die Analyse gegangen: Was hat beim neuen digitalen Lernen in der Ausnahmesituation gut geklappt, was noch nicht so gut, und wie kann es besser gehen? Dieser Weg läuft auf eine Synthese – aus bewährten und neuen Lernwegen – zu und damit zu einem neuen höheren Entwicklungsniveau des Lernens. Das wird sich durch vielfältigere Formate auszeichnen, digitale wie analoge, wobei Erstere stark zunehmen werden. Unsere These, die wir auch bereits im Thinktank Learning der Messe Zukunft Personal formuliert hatten: Digital wird beim Lernen das New Normal, Präsenz zur begründeten Ausnahme.

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