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Der weite Weg zur Verständigung

Interkulturelle Trainings

Zeitdruck, Selbstverständlichkeit oder Kostenfrage? Gründe gibt es viele, warum Mitarbeiter nicht in interkultureller Kompetenz geschult werden. Dabei gehört die Zusammenarbeit mit Mitarbeitern fremder Nationen längst zum Alltag. managerSeminare erläutert unabdingbare Voraussetzungen eines wirksamen interkulturellen Trainings.

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Als hätte es Ländergrenzen nie gegeben, wandert das Geld von Aktionären heute in diese und morgen in jene Region. Konzerne begreifen sich bereits vielfach als heimatlose Global Citizens. Doch die Management-Praxis kommt so schnell nicht nach. 'Die Manager glauben, sie kennen Mentalität und Geschäftskultur in den USA, wenn sie ein paarmal dort gewesen sind', schildert Lothar Diete, Trainingskoordinator bei Die Akademie, Bad Harzburg, eine verbreitete Haltung zum Thema Interkulturelles. Vorbereitung oder Training für die Zusammenarbeit mit den US-Kollegen, so die Einstellung, hätten sie nicht mehr nötig. Im Geschäftsalltag hakt es dann. Missverständnis reiht sich an Missverständnis. Damit interkulturelle Zusammenarbeit nicht zur Zeitbombe wird, sollten Manager den Sprung ins kalte Wasser auf jeden Fall vermeiden, rät Hans-Jürgen Brackmann, Bildungsexperte bei der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Berlin.

Stufe eins wirksamen interkulturellen Trainings heißt: Information und Sensibilisierung für die andere Seite. 'Erst mononational trainieren, vorbereiten und Vorurteile abbauen', empfiehlt Michael Müller, Personalleiter bei der Dasa in Toulouse, für den Anfang. Alexander Thomas, Professor für interkulturelle Psychologie an der Universität Regensburg, ergänzt: 'Es reicht nicht, über die üblichen Vorurteile zu diskutieren. 'Es geht darum, unterschiedliche Einschätzungen offenzulegen. Ganz wertfrei.'

Stufe zwei des wirksamen interkulturellen Trainings ist die reale Begegnung: Die sollte, wenn möglich, nicht erst in der Geschäftssituation stattfinden, sondern als Übung mit Begleitung eines Trainers. 'Alle Beteiligten sollten das Zusammentreffen als Lernsituation begreifen', beschreibt Jürgen Brackmann von der BDA. Hier werden Fragen geklärt, die die Manager bewegen. Dieses Zusammentreffen stellt eine Art Übergang dar: noch Training, noch nicht ganz harter Geschäftsalltag.

Die Praxis lässt ein gründliches Training oft nicht zu. Auf ein Minimum an Vorbereitung sollte dennoch nicht verzichtet werden. 'Ein Workshop über zwei bis drei Tage kann die Grundfragen klären und ein Bewusstsein für sensible Situationen schaffen', sagt Ingrid Barouti, Betriebspädagogin und Produktmanagerin bei der Debis Systemhaus Training GmbH in Köln.

Extras:

  • Übersicht: Was sind die typisch deutschen, französischen, asiatischen und amerikanischen Eigenschaften in der Business-Welt?
  • Info-Kasten: Bei BASF ist interkulturelle Kompetenz ein Grundwert.
  • Interview: Karla Eubel-Kasper, verantwortlich für Internationalisierungsprozesse bei Bosch, im Gespräch mit managerSeminare über betriebliche Maßnahmen im interkulturellen Bereich.

Autor(en): Axel Gloger, Stéphanie Stephan
Quelle: managerSeminare 44, September 2000, Seite 96 - 105 , 22668 Zeichen

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