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Herausforderungen der Zukunft

Vorhandene Kompetenzen reichen bald nicht mehr aus

In über der Hälfte der deutschen Unternehmen herrscht eine Skill Gap, also eine Situation, bei der die vorhandenen Kompetenzen nicht oder nicht vollständig ausreichen, um den Anforderungen der kommenden fünf bis zehn Jahre gerecht zu werden. Das ist eines der Ergebnisse der Kooperationsstudie der Jobplattform Stepstone und des Kienbaum Instituts @ ISM, der Forschungseinrichtung der Managementberatung Kienbaum an der International School of Management. Für ihre Studie haben sie über 3.000 Fach- und Führungskräfte zum Thema Zukunftskompetenzen befragt: Neben der Existenz der Skill Gap, die 59 Prozent der Befragten bestätigen, vermuten 64 Prozent, dass diese Lücke in den kommenden Jahren noch größer werden wird. Die meistgenannten Gründe für die Verschärfung der Situation sind laut Studienteilnehmenden Personalmangel, die Digitalisierung und neue Technologien.

Um der wachsenden Skill Gap entgegenzuwirken, setzen die Unternehmen auf verschiedene Strategien. Während die Hälfte der großen Konzerne gezielt rekrutiert, trifft das nur auf 40 Prozent der mittelgroßen und ein Viertel der kleinen Unternehmen zu. Mittlere Unternehmen nutzen eher Upskilling (52 Prozent) und Reskilling (36 Prozent), um ihr bestehendes Personal weiterzubilden. Insbesondere Kompetenzen mit Bezug zu Digitalisierung und neuen Technologien sollen stärker entwickelt werden. Aber auch Anpassungsfähigkeit und Lernagilität landen auf der Liste der wichtigsten Zukunftskompetenzen ganz weit oben. Haben noch im vergangenen Jahr nur zwölf Prozent der Führungs- und neun Prozent der Fachkräfte an Schulungen zu Digitalkompetenz teilgenommen, soll sich das laut der gut 800 befragten L&D-Verantwortlichen ändern. In den kommenden fünf Jahren sehen 60 Prozent von ihnen das Thema auf der Lernagenda des mittleren Managements, 54 Prozent auf der der Fachkräfte und die Hälfte findet, auch das Topmanagement müsse sich dringend mit dem Thema auseinandersetzen.

Die komplette Studie steht kostenlos zum Download zur Verfügung unter: bit.ly/3mdfYJ1

Welche Kompetenzen werden am wichtigsten?

Digitale Kommunikation (Verhaltenskompetenzen): 63%
Lebenslanges Lernen/Lernagilität (Mindset): 62%
Veränderungsbereitschaft/Anpassungsfähigkeit (Mindset): 62%
Digitale Anwendungskompetenz (Cross-funktionale Kompetenzen): 61%
Kundenzentriertheit (Cross-funktionale Kompetenzen): 59%

Quelle: www.managerseminare.de; Studie „Future Skills“ von Stepstone und Kienbaum @ ISM, n=3.025, 2021.

Autor(en): Nathalie Ekrot
Quelle: managerSeminare 283, Oktober 2021
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