Erik Händeler in Characters
Erik Händeler in Characters

'Schau'n mer mal'

Erik Händeler ist freier Wirtschaftsjournalist, Zukunftsforscher und Vortragsredner. Er hat sich vor allem einen Namen damit gemacht, aktuelle Entwicklungen vor dem Hintergrund der Wirtschaftszyklen-Theorie des russischen Wirtschaftsforschers Nikolai Kondratieff auszuleuchten. Im Interview erklärt er, welche berufliche Herausforderung ihn reizen würde, was er niemals verpasst und was er auch mal werden wollte.

Meine beruflichen Stationen: Ich startete mit einem Zeitungsvolontariat und war dann Stadtredakteur in Ingolstadt, außerdem studierte ich Volkswirtschaft und Wirtschaftspolitik. Selbstständig als Wirtschaftsjournalist arbeite ich seit 1997. Als ich mit 24 Jahren einen Vortrag über Kondratieff-Zyklen und den Zusammenhang von Kultur, Sozialverhalten und Wirtschaft/Produktivität hörte, habe ich in einer Sekunde gewusst: An diesem Thema werde ich den Rest meines Lebens arbeiten.
Das wollte ich auch mal werden: Ich darf stundenlang lesen, mich in Geschichtsbücher versenken, das Geschehene emotional nacherleben, und werde auf der Bühne für die Quintessenz daraus bezahlt. Ich wollte nie etwas anderes werden, höchstens in Variationen.
Diese berufliche Herausforderung würde mich reizen: Papst. Dann erlebt man, dass jeder im eigenen Laden in eine andere Richtung zieht oder dass draußen in der Welt jemand wie Stalin abschätzig fragt, wie viele Divisionen man denn habe – und trotzdem kann man was bewegen.
Wen ich gern beraten oder trainieren würde: Das ist völlig gleich, weil es immer um dasselbe geht: unsichtbare Machtstrukturen in der Firma transparent machen, unausgesprochene Interessen auf den Tisch bringen, über Eigennutz und Fremdnutzen reflektieren, damit am Ende die Zusammenarbeit der Wissensarbeiter ausreichend produktiv ist.
Mein Arbeitsplatz ist: Wenn ich die Augen schließe und das verarbeite, was mich bewegt.
Ich verpasse niemals: Den Hochzeitstag. Den Kennenlerntag. Die nächste Ausgabe des Magazins G/Geschichte.
Als Nächstes lerne ich: Ich hatte im Studium vor lauter Geld-Arbeit keine Zeit, die Wälzer der politischen Philosophen zu lesen. Dabei sind die total wichtig, wenn man Geschichte, Politik und Wirtschaft erklären will. Das würde ich gerne nachholen.
So muss eine Führungskraft sein, damit ich ihr folgen würde: Begeistert vom Ziel, sich aufopfernd für das Funktionieren des Teams, wertschätzend.
Mein Arbeitsmotto: Ich habe früher sehr verbissen gearbeitet. Das hat einem breiten „Schau'n mer mal“ Platz gemacht. Geblieben ist, dass ich stetig an meinen Zielen dranbleibe.
Diese Diskussion über die Arbeitswelt regt mich auf: Wenn neue Ideen keinen Raum bekommen, um ausreichend erklärt und durchdacht zu werden, um sich entfalten und entwickeln zu können.
Kontakt zu Erik Händeler: www.erik-haendeler.de
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