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Entscheiden in Gruppen
Entscheiden in Gruppen

Gemeinsam schlauer – oder nicht?

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In der Arbeitswelt werden Entscheidungen immer seltener von einzelnen Personen und immer häufiger in Teams getroffen. Die zentrale Annahme dahinter: Mehr Perspektiven sorgen für mehr Über- und Weitsicht, was wiederum zu besseren Entscheidungen führt. Das ist jedoch kein Automatismus. Aufgrund verschiedener Gruppenphänomene entscheiden Teams oft sogar schlechter als Einzelpersonen. Wie sich diesen entgegenwirken und die kollektive Kompetenz und Intelligenz herauskitzeln lässt.

Preview

Bequemer Bekanntheitsfokus: Warum Gruppen vor allem über das reden, was eh schon alle wissen

Knebelnder Konformitätsdruck: Warum wichtige Gedanken in Gruppen so oft zurückgehalten werden

Pluralistische Ignoranz: Warum zentrale Fragen in Teams oft nicht gestellt werden

Riskante Verantwortungsdiffusion: Warum Teams häufig zu leichtfertigen Entscheidungen neigen

Harmoniesüchtiger Groupthink: Wann Teams dazu neigen, gemeinschaftlich den Kopf auszuschalten


Cover managerSeminare 285 vom 19.11.2021Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 285

Im Unternehmen steht eine schwierige Entscheidung an. Wer wird die bessere treffen – eine einzelne Expertin oder dieselbe Expertin zusammen mit anderen Fachleuten als Team? Die Frage könnte einen Witz einleiten oder rhetorisch gemeint sein – zu offensichtlich scheint die Antwort. Schließlich ist die einzelne Person in einer immer komplexeren Welt kaum mehr in der Lage, alle entscheidungsrelevanten Faktoren zu überblicken. Der seit Längerem zu beobachtende Trend in Organisationen weg von der Einzel- hin zur Teamentscheidung, um die sprichwörtliche Klugheit des Kollektivs zu nutzen, kommt nicht von ungefähr.

Trotzdem muss die Antwort auf diese Frage lauten: Es kommt darauf an. Erstens auf die Entscheidungssituation (Was soll entschieden werden? Welche Informationen werden als Entscheidungsgrundlage benötigt? Wer muss die Entscheidung im Nachhinein mittragen?...). Zwar stimmt es natürlich, dass Teams bei kniffligen Fragen per se oft die besseren Karten haben, aber eben nicht immer. In bestimmten Situationen ist es sinnvoller, Entscheidungen alleine zu treffen (siehe dazu Tutorial „Alleine oder im Team entscheiden“). Zum anderen darauf, ob es dem Team gelingt, seine potenzielle Klugheit auch zur Anwendung zu bringen. Wie Team- und Entscheidungsforschung unisono zeigen, ist das alles andere als selbstverständlich. Schwarmdummheit anstelle von Schwarmintelligenz scheint eher die Regel als die Ausnahme zu sein. Diverse Phänomene wirken tragfähigen Gruppenentscheidungen entgegen. Die gute Nachricht: Wer sie auf dem Schirm hat, kann ihnen mit einfachen Mitteln effektiv entgegenwirken.

Shared Information Bias …

… oder wenn alle nur über Bekanntes reden.

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