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Entrepreneurship: Unternehmerisches Handeln: wichtig - aber selten

Unternehmerisches Denken und Handeln ist bei Mitarbeitern nur mangelhaft ausgeprägt. Das denken zumindest 70 Prozent von 880 Führungskräften in 22 Ländern, die die Unternehmensberatung Accenture befragt hat. 53 Prozent der Befragten geben jedoch auch zu, dass den Mitarbeitern zu wenig Verantwort- ung übertragen werde. So zeigt die Befragung, dass vor allem die Führungskräfte gefragt sind, um Organisationen im unternehmerischen Sinne zu entwickeln. Laut Studie ist zunächst eine positive soziale und kulturelle Einstellung zum Unternehmertum nötig; vor allem aber ein neuer Führungstypus. Gefragt ist laut Accenture ein Typ Manager, der fünf Kernaufgaben hat:

1. Die Unternehmensziele müssen klar definiert werden und die Unternehmensstrategie den Mitarbeitern transparent kommuniziert werden. Das schafft Sicherheit für das Handeln des Einzelnen.

2. In Anlehnung an das Nachhaltigkeitspostulat 'Global denken, regional handeln' sollten sich große Unternehmen auf das 'Garagen-Ambiente' zurückbesinnen, mit dem sie einmal begonnen haben. Mitarbeiter können sich eher mit der Seele des Kleinbetriebs identifizieren, als mit der Vorstellung, nur ein kleines Rad in einem riesigen Motor zu sein.

3. Mitarbeitern muss vermittelt werden, dass unternehmerisches Verhalten keine inakzeptablen Risiken für den Einzelnen birgt. Hilfreich ist es beispielsweise, ein Belohnungssystem aufzubauen (geltlich und unentgeltlich).

4. Führungskräfte sollten ihren Mitarbeitern Mut machen zum Andersdenken. Querdenker und Mitarbeiter, die aus Fehlern lernen, bringen das Unternehmen weiter als Mitarbeiter, die das Risiko scheuen und niemals Fehler machen.

5. Unternehmen und ihre Führungskräfte müssen lernen, mit einer erhöhten Fluktuation der Mitarbeiter umzugehen und so schnell wie möglich das Wissen neuer Mitarbeiter zu erfassen und ins Unternehmen einzubinden.

Allerdings sind diese Kernaufgaben laut Studie nicht als ultimatives Erfolgsrezept für jedes Unternehmen zu betrachten, schließlich müsse das Verhalten der Führungskräfte auf die spezielle Unternehmenskultur angepasst werden. Wie das aussehen kann, zeigt die Studie 'Liberating the Entrepreneurial Spirit' anhand von Fallbeispielen von Unternehmen wie Sony, Coca Cola und Shell.

Die Studie 'Liberating the Entrepreneurial Spirit' kann als PDF-Datei aus dem Internet geladen werden.
Autor(en): (aen)
Quelle: managerSeminare 51, November 2001
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