Management

Die jungen Milden

Erfolgskonzept Sozialkompetenz

Sozialkompetenz heißt die Vokabel für ein Bündel aus Fähigkeiten und Tugenden, die eine moderne Führungskraft heute mitbringen muß. Doch der Begriff ist bis heute nicht mehr als eine undifferenzierte Forderung. Noch sind Psychologen und Personalverantwortliche auf der Suche nach einem objektiven Bewertungsraster. Dazu müßten sie sich erst einmal einigen, was sie wie bewerten wollen.
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Der Wettbewerb wird härter, die Führungskräfte weicher. Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man die Weiterbildungslandschaft für Führungskräfte genauer unter die Lupe nimmt: Die 'Führungskraft als Coach' ist zum Schlagwort schlechthin geworden, und Ausbildungen, die eben dieses vermitteln wollen, schießen wie Pilze aus dem Boden. Von der Rückkehr der Gefühle ist die Rede, Begriffe wie Emotionale Intelligenz (Daniel Goleman, Carl Hanser Verlag 1996) und Emotionales Management (Georg Weinberger, Sauer Verlag 1996) machen die Runde. Und: Persönlichkeitsentwicklung als Weiterbildungsthema gewinnt immer mehr an Bedeutung, - glaubt man der Einschätzung von gut 1.100 befragten Personalverantwortlichen und Trainern (Ralf Muskatewitz, Weiterbildungsszene 97/98, ManagerSeminare 1998).

Was die Aufzählung veranschaulichen soll: Schon längst reichen Fach- und Methodenkenntnisse in der Führungsetage nicht mehr aus, um den beruflichen Anforderungen gewachsen zu sein: Soziale Kompetenzen sind gefragt. Zumindest bestätigt dies eine Umfrage vom Frühjahr 1997 durch Focus Online unter 15 großen deutschen Unternehmen. Befragt wurden Personalverantwortliche nach den für sie wichtigsten drei Anforderungen an den potentiellen Führungsnachwuchs: Zehn von 15 Personalchefs nannten u.a. soziale Kompetenz, drei weitere sprachen von Persönlichkeit als Anforderungsmerkmal - was auch immer dies nun konkret bedeuten mag.

Obwohl es sich bei Sozialkompetenz um einen alltäglichen Begriff handelt, gibt es keine exakte Definition. Die Antworten auf die Frage, was sich denn nun eigentlich dahinter verberge, sind so unterschiedlich wie die Menschen, die die Antwort geben. Sozialkompetenz ist Teamgeist und Einfühlungsvermögen, Sozialkompetenz bedeutet, ein guter Zuhörer zu sein, Verständnis zu haben und zu zeigen …
Autor(en): Nicole Bußmann
Quelle: managerSeminare 32, Juli 1998, Seite 88-95
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