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Der gläserne Betrieb

Arbeitgeberimage und Web 2.0

Die Zeiten, in denen Unternehmen die Oberhoheit über ihre Imagepflege hatten, sind dahin. Längst werden sie auf Internetportalen kritisch von Mitarbeitern und Ehemaligen bewertet. Jobinteressenten kommen so schnell dahinter, wie gut es sich in einem Betrieb - jenseits des blumigen Vokabulars in den Stellenannoncen - tatsächlich arbeitet. Trotzdem ist die neue Transparenz kein Grund zum Verzweifeln. Im Gegenteil: Firmen können sie gewinnbringend für sich nutzen.

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In der Stellenanzeige klingt alles noch vielversprechend: 'Es erwarten Sie ein positives Arbeitsumfeld, eine abwechslungsreiche Tätigkeit, attraktive Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten.' Doch als der Jobsucher den Namen der Firma in eine Internet-Suchmaschine eingibt, hört er ganz andere Töne. 'So laut wie auf dem Bahnhof' sei es in den Großraumbüros des Betriebs, schreibt zum Beispiel ein Mitarbeiter auf der Bewertungsplattform Kununu. Mobbing sei üblich, die Arbeit eintönig, bemängelt ein anderer. Und die versprochenen Karrieremöglichkeiten? Gebe es 'nur mit Vitamin B', schimpft ein Ehemaliger im Netz, während ein Kollege resümiert: 'Bin froh, dass ich da weg bin!'

Dieser authentische Fall zeigt: Die Ära des gläsernen Arbeitgebers ist angebrochen. Dank Web 2.0 kann jeder Jobsuchende das Innenleben eines Untenehmens heute genau studieren, bevor er sich bewirbt. Und immer mehr Kandidaten nutzen die neuen Möglichkeiten auch: Sie durchforsten Arbeitgeber-Bewertungsplattformen, kontaktieren Mitarbeiter über soziale Netzwerke oder gehen gezielt Alumni an – alles, um eine Antwort auf die alte Bewerberfrage zu bekommen: 'Wie ist es eigentlich, da zu arbeiten?'

Constanze Buchheim kennt die Denkweise der neuen Bewerber-Generation. 'Die verbreitete Einstellung ist: Ich will alle Informationen, und zwar sofort.' Buchheim ist Gründerin der Berliner Personalagentur i-potentials. Sie hilft Internetfirmen und Start-ups dabei, offene Stellen zu besetzen. Den neuen Wind auf dem Arbeitsmarkt spürt Buchheim schon: 'Kandidaten sind zunehmend in der Situation, sich den Arbeitgeber aussuchen zu können.' Und gerade gefragte Fachleute nutzten intensiv soziale Online-Medien, um sich vorab über einen potenziellen Arbeitgeber zu informieren.

Extras:

  • Beispiel Medtronic: Wie der Medizingeräte-Hersteller erfolgreich Personalmarketing über das Web 2.0 betreibt
  • Mitarbeiterkritik im Internet: Wie Firmen damit richtig umgehen
  • Literaturtipps: Kurzrezensionen von drei Büchern über Personalrekrutierung und Web 2.0

Autor(en): Constantin Gillies
Quelle: managerSeminare 161, August 2011, Seite 32 - 36 , 19580 Zeichen

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