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Agile Lernformate
Agile Lernformate

Freestyle im Rahmen

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Exploratives Lernen ohne vorgegebenes, festes Ziel ist für viele Mitarbeitende eine große Herausforderung. Agile Lernformate sollen dem Abenteuer eine Struktur geben. Was aber leisten die Ansätze im Einzelnen? Und wie gelingt es, auch skeptische Mitarbeitende für das Lernen per Barcamp, WOL und Co. zu begeistern?

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Offen, iterativ, strukturiert: Was agile Lernformate auszeichnet

Von Hackathon bis Lunch & Learn: Wie agile Lernformate auf individueller und organisationaler Ebene wirken

Keine Selbstläufer: Wieso agile Lernformate nicht einfach so funktionieren

Strategien der Heranführung: Wie man das agile Lernen im Unternehmen etablieren kann


Cover managerSeminare 288 vom 18.02.2022Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 288

Komplex, dynamisch, ungewiss – solche Situationen prägen das Arbeitsleben zunehmend häufiger. Sie erfordern nicht nur neue, agile Arbeitsweisen, sondern auch ein neues, agiles Lernen. Einerseits müssen sich Mitarbeitende schnell, flexibel, bedarfs- und lösungsorientiert aneignen, was sie für die Bewältigung und Optimierung ihrer Arbeitsaufgabe brauchen (exploitatives Lernen). Andererseits müssen sie sich in komplexen Kontexten weiterentwickeln, in denen es keine klaren Ziele und bekannten Lösungsoptionen gibt, kurz: Sie müssen verstärkt auch explorativ lernen. Bei diesem Lernen geht es darum, in kollektiven Experimentierräumen mögliche Zielsetzungen und Lösungswege überhaupt erst zu entwickeln, erste Prototypen auszuprobieren, Ergebnisse zu reflektieren, die eingeschlagenen Lösungswege zu überarbeiten – oder wieder zu verwerfen.

Die explorative Vorgehensweise macht Lernen zum iterativen Prozess, der kurzzyklisches Feedback aus dem Anwendungs- und Arbeitskontext braucht. Agiles Lernen ist daher konsequent an den Arbeitsprozessen ausgerichtet. Es lässt die Grenzen zwischen Arbeit und Lernen zunehmend verschwimmen. Aber: Es ist mehr als nur ein Learning by Doing, ein Lernen, das einfach so – nebenbei – im Arbeitsprozess stattfindet. Agiles Lernen setzt vielmehr Rahmenbedingungen voraus. Dazu gehört beispielsweise ein zeitlicher oder räumlicher Rahmen, den Unternehmen für das Lernen gewähren müssen. Eine wichtige Rolle spielen auch agile Lernformate, die die die Menschen darin unterstützen, ihre kollektive Intelligenz zu aktivieren, und in einem explorativen Prozess gemeinsam Lösungen hervorzubringen.

Agile Lernformate folgen agilen Charakteristika

Was aber zeichnet ein Format, das agiles, exploratives und kollektives Lernen unterstützt, aus? Hier kann man sich an den Grundlagen und Frameworks agilen Arbeitens orientieren, wie sie an verschiedener Stelle in der Literatur beschrieben sind (etwa bei John Erpenbeck und Werner Sauter 2021 in „Future Learning und New Work“, bei Nele Graf et al. in „Agiles Lernen“ und bei Jan Foelsing und Anja Schmitz in „New Work braucht New Learning“). Ähnlich wie agile Arbeitsmethoden (Design Thinking, Scrum etc.) müssen demnach auch agile Lernformate auf agilen Werten, Prinzipien und Leitplanken aufsetzen. Ein agiles Lernformat sollte demnach …

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