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Nicht alle in einen Topf


Scheinselbstständig oder nicht? Die Rechtsunsicherheit in dieser Frage ist in den vorigen Jahren nach Einschätzung des Münchener Verbandes der Gründer und Selbstständigen e.V. (VGSD) gewachsen. So stark, dass daraus laut Verband Nachteile für viele Solo-Selbstständige entstehen: Weil sich Auftraggeber nicht dem Verdacht aussetzen wollen, Scheinselbstständige zu beschäftigen, drängen sie Gründer und Solo-Unternehmer vermehrt in schlechter bezahlte befristete Verträge und die Arbeitnehmerüberlassung. Mit einer Kampagne macht sich der VGSD für klarere Kriterien stark, damit in Zukunft genauer zwischen dem Missbrauch von Leiharbeit und Werksverträgen auf der einen Seite und der Zusammenarbeit zwischen Selbstständigen und rechtstreuen Auftraggebern auf der anderen Seite unterschieden werden kann. Er spricht sich dagegen aus, die bisherige, aus seiner Sicht schwammige Entscheidungspraxis per Gesetz festzuzurren. Im Rahmen der Kampagne hat der VGSD bereits über 11.000 Stimmen für eine Petition zusammengetragen. Seit Juli 2015 ist zudem eine Roadshow unterwegs: Bis Dezember 2015 informiert Christa Weidner, Sprecherin der Arbeitsgruppe Scheinselbstständigkeit im VGSD, Betroffene in verschiedenen deutschen Städten über das Thema und gibt ihnen Tipps zum Umgang mit der Situation.

Autor(en): (jum)


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