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Die Linie zur Lösung

Serie: Solution Tools

Zu viel Fehleranalyse verstellt oft den Blick für die Lösung, so das Credo des lösungsorientierten Ansatzes. Hier setzt die Intervention 'Fehlermanagement' an: Statt auf geschehenen Fehlern herumzureiten, richten Teams mithilfe einer Zeitlinie ihren Fokus direkt auf die Zukunft – und auf die Maßnahmen, die zur Problembewältigung wirklich hilfreich sind.

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von managerSeminare
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Viele Menschen reagieren auf Fehler mit einer genauen Analyse: Sie wollen wissen, was schiefgelaufen ist, um eine Wiederholung unbedingt zu vermeiden. Während dies eine sehr gute Methode ist, wenn es um technische Ausfälle bei Maschinen geht, versagt sie in aller Regel bei Fehlern im Zusammenhang mit zwischenmenschlichen Prozessen, mit denen wir es meist zu tun haben. Die Gründe für unerwartete Ergebnisse gehen hier gegen unendlich, und jeder hat seine eigene – berechtigte – Meinung zur 'Schuldfrage'. Dies macht Diskussionen über misslungene Prozesse meist langwierig und unproduktiv.

Das Ziel der Übung 'Fehlermanagement' ist es, den vermeintlichen Fehler aus anderen Perspektiven zu betrachten, um dadurch Handlungsspielräume zu erweitern und neuen Mut zu tanken. Zudem hilft sie Teams und Führungskräften, konkrete Schritte zu erarbeiten, die in naher Zukunft eine Verbesserung der Situation ermöglichen.

Die Übung kann immer dann eingesetzt werden, wenn es während eines Meetings oder Workshops um einen bestimmten Fehler oder ein spezifisches, klar umrissenes Ereignis geht, das die Teilnehmer belastet. Die Intervention bietet sich vor allem für ein Team an. Es ist jedoch auch möglich, sie mit einer Gruppe aus Einzelpersonen durchzuführen: Dabei konzentriert sich jeder auf einen eigenen Fehler und teilt die Erfahrungen aus der Übung mit den anderen. Dies ist zum Beispiel bei Führungskräfte-Workshops sinnvoll, wenn es um den Umgang mit Fehlern bei sich und bei Mitarbeitern geht oder wenn bei einer Veranstaltung die Fehlerkultur im Unternehmen teamübergreifend thematisiert wird.

Schon zwei Teilnehmer reichen aus für eine sinnvolle Übung, bis zu zehn Personen sind ideal. Bei Gruppen mit mehr als zehn Personen dauert die Intervention zunehmend länger, da alle die Chance bekommen sollen, ihre Meinung zu äußern. Dann ist es besser, wenn Teamleiter, Führungskraft oder Moderator die Gruppe teilen und die Ergebnisse mit den Teilnehmern später wieder zusammenführen.

Extra:

  • Problem-Talk: Wie in der lösungsfokussierten Beratung Probleme zur Sprache gebracht werden

Autor(en): Susanne Keck
Quelle: managerSeminare 170, Mai 2012, Seite 54 - 56 , 13142 Zeichen

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