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Immer heiter weiter

Seminarreportage

'Das Leben ist zu wichtig, um es ernst zu nehmen.' Das Zitat von Oscar Wilde bringt auf den Punkt, was Wissenschaftler zunehmend bestätigen: Humor ist wichtig, für die Lebenszufriedenheit, für einen souveränen Umgang mit Stress, ja sogar für die körperliche Gesundheit. Deswegen bieten zwei Wissenschaftlerinnen der Universität Zürich ein Humorseminar an. managerSeminare hat mitgemacht – und mitgelacht.

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Mit ernster Miene stöpseln die beiden Trainerinnen Heidi Stolz und Sandra Rusch Kabel ein und aus, um die Technik zum Laufen zu bringen. Die mehr als 20 Teilnehmer, die diesen Freitagabend zum Wochenendseminar angereist sind, warten mit müden, unbewegten Gesichtern auf das, was kommt. 'Bin ich hier richtig beim Humorseminar?', fragt einer sarkastisch.

Zum Training geladen hat die Evangelische Stadtakademie München. Im Seminar sollen wir lernen, so das Versprechen, im Beruf wie Alltag die Dinge mehr von der heiteren Seite her zu betrachten. Die Trainerinnen blicken mit unbewegten Gesichtern in die ernste Runde – dann zeigen sie ein spitzbübisches Lächeln. Ernsthaftigkeit und Humor, das werden wir später erfahren, passen gut zusammen.

Seit rund sieben Jahren trainieren Stolz und Rusch Humor. Auf die Idee, ein Training zu entwickeln, brachte sie ein Psychologie-Professor von der Universität Zürich, bei dem sie studiert haben: Willibald Ruch. Der österreichische Wissenschaftler gilt als einer der renommiertesten Humorwissenschaftler weltweit. Eines seiner zentralen Forschungsergebnisse bringt Sandra Rusch so auf den Punkt: 'Humor zählt zu jenen Charakterstärken, die die Lebenszufriedenheit besonders stark beeinflussen. Er macht das Leben lebenswerter.'

Auch wenn Ruch die Initialzündung gegeben hat, die Spuren, denen die beiden Trainerinnen folgen, hat ein anderer getreten – der Amerikaner Paul McGhee. Der Psychologe ist einer der Pioniere der Lachforschung, die unter dem Namen Gelotologie mittlerweile als allgemein anerkannter Wissenschaftszweig firmiert. Beackert wird er nicht nur von Psychologen, sondern auch von Neurobiologen, Verhaltensforschern und Linguisten, die sich jeweils aus der Perspektive ihrer Disziplin mit den körperlichen und psychischen Aspekten und Wirkungen des Lachens beschäftigen.

Extras:

  • Kleines Witze-Einmaleins: Was, wann, wie erzählen
  • Achtstufige Lachleiter: Humortrainingsprogramm von Paul McGhee
  • Service: Kurzrezension eines Buchs über Humor, Hinweis auf einen Fachartikel sowie auf zwei Webseiten mit weiterführenden Informationen

Autor(en): Christine Wittenzellner
Quelle: managerSeminare 175, Oktober 2012, Seite 60 - 63 , 15957 Zeichen

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