Lernen

E-Didaktik

Die Schulung mit der Maus

Die Erfahrung hat gezeigt: E-Trainer sind bei Online-Seminaren unverzichtbar. Doch wie sieht ihre Arbeit aus? Wie erstellen E-Trainer ihr Seminar-Drehbuch, wie konzipieren sie wirksame Trainings? Was müssen sie bei der Bedienung von Lernplattformen beachten? Antworten von Informatik-Professor Dr. Friedhelm Mündemann.
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Die augenfälligen Vorteile der Kostenersparnis lassen die Entscheidung, Telelearning als eine Variante im Konzert der Personalqualifizierung einzusetzen, selbstverständlich erscheinen. Allein durch den Einsatz von Telelearning springt das Diplom jedoch noch nicht aus dem Rechner. Die Erfahrung zeigt, dass bei E-Learning-Maßnahmen eine Lernbegleitung notwendig ist: der Trainer als virtueller Lernbegleiter, als E-Trainer.

Bevor ein Trainer ein Online-Seminar übernimmt, stellt er zunächst didaktische und methodische Vorüberlegungen an – wie bei einem Präsenzseminar. Dazu gehören Fragen wie: Welche Zielgruppe soll angesprochen werden? Welche Lernziele sollen erreicht werden? Woran kann festgestellt werden, dass die Ziele erreicht wurden? Wie kann die individuelle Motivation der Teilnehmer zur Mitarbeit geweckt werden? Wie sieht also der individuelle Lernplan eines Teilnehmers aus?

Für jedes der vorgegebenen Ziele muss der Trainer Medien, Lehrmaterialien und Übungsmittel aussuchen, sich überlegen, wie eine Handlungsorientierung im Lernprozess aussehen kann und wie die Teilnehmer aktiviert werden. Auf dieser Basis kann der Trainer den Ablauf des Online-Seminars planen und ein so genanntes Seminar-Drehbuch als Skript erstellen. Besonderes Augenmerk ist dabei auf so genannte Kommunikations- und Rüstzeiten zu legen.

Im Idealfall nehmen bereits im Seminar-Vorlauf alle Beteiligten technisch miteinander Verbindung auf. Die Sequenzen der eigentlichen Arbeitsphase, die sich den fachlichen Inhalten widmet, sollten nicht zu lang sein, damit die Teilnehmer aktiv bleiben. Je nach didaktischer Absicht stehen dem Trainer unterschiedliche Darbietungs- und Arbeitsformen zur Verfügung. Verfolgt der Trainer beispielsweise die Absicht, die Teilnehmer einen Sachverhalt oder ein Problem erkennen zu lassen, bieten sich Videosequenzen an oder auch das Erzählen von Geschichten.

Auch die Lernplattform spielt beim Online-Seminar eine wichtige Rolle. Für den E-Trainer ist es wichtig, zu wissen und gut eingeübt zu haben, welche Funktionen der Lernplattform er für welchen Zweck wie nutzen kann. Während des Trainings ist er mit mehr als einem Dutzend Aufgaben gleichzeitig beschäftigt, deren technische Unterstützung er kennen muss.

Extras:
  • Übersicht: Anforderungen an e-Trainer.
  • Info-Kasten: So sollten Lern-Arrangements aussehen.
  • Info-Kasten: Wichtige e-Learning-Begriffe und was sie bedeuten.
  • Info-Kasten: Die Anforderungen an das Lernen mit Neuen Medien.
  • Übersicht: Die Phasen eines Online-Seminars. Wieviel Zeit sollte für was eingeplant werden und was sind die Aufgaben des e-Trainers?
Autor(en): Prof. Dr. Friedhelm Mündemann.
Quelle: managerSeminare 46, Januar 2001, Seite 82-91
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