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Es wird digital

Recruiting-Trends im Mittelstand


Die Digitalisierung erobert den Bewerbungsbereich mittelständischer Unternehmen. Das zumindest geht aus einer Untersuchung des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt/M. und Bamberg hervor. Nachdem das Institut in Kooperation mit der Monster Worldwide Deutschland GmbH seit nunmehr sechs Jahren die Rekrutierungstrends in Großunternehmen unter die Lupe nimmt, hat es nun erstmals auch eine Recruiting-Studie exklusiv für mittelständische Firmen auf den Markt gebracht.

Gemäß der Untersuchung dominieren bei den rund 1.000 befragten Unternehmen zwar bislang immer noch papierbasierte Bewerbungen, doch das wird sich in den kommenden Jahren ändern. So erwarten die Firmen bereits für das Jahr 2012, dass sich das Verhältnis umkehren und mehr elektronische als klassische Papier-Bewerbungen bei ihnen eingehen werden.

Den erwarteten Trend stoßen die Unternehmen freilich selbst mit an: Schon heute kommunizieren sie mehr als die Hälfte ihrer offenen Stellen über die unternehmenseigene Website, und rund ein Drittel aller Vakanzen wird in Internet-Stellenbörsen publik gemacht. Eine Strategie, die laut der Studienautoren noch verstärkt werden sollte. Denn, so heißt es in ihren Handlungsempfehlungen, insbesondere mittels des Kanals Internet-Stellenbörsen lässt sich die Reichweite des Unternehmens und damit auch die Bewerbermenge erhöhen. Die im Vergleich zu überregionalen Tageszeitungen unterpropotionalen Kosten für Personalwerbung würden außerdem einen Beitrag zu einer effektiven und effizienten Personalbeschaffung ermöglichen.

Der Großteil der Einstellungen geht auf Stellenanzeigen im Internet zurück

Ob die Personalwerbung über das Internet auch zu höheren Einstellungsquoten führt, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Fakt ist jedoch, dass bereits heute der Großteil der Einstellungen in mittelständischen Unternehmen auf Stellenanzeigen zurückgeht, die auf der Website der Unternehmen und in Onlinejobbörsen veröffentlicht wurden.

Der Onlineformularbewerbung wird im Übrigen nachgesagt, dass sie das Potenzial hat, zu einem höheren Matching von Anforderungs- und Bewerberprofil zu führen. Denn die strukturierte Bewerbung via Web-Formular bringt quasi zwangsläufig mit sich, dass die Unternehmen die Informationen über Bewerber im einheitlichen Format abspeichern. So ist auch mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen davon überzeugt, dass ein einheitlicher Datenstandard durch den Einsatz von Formularbewerbungen immer wichtiger wird.

In der Praxis nutzen immerhin mehr als 40 Prozent der befragten Unternehmen bereits die Möglichkeit der Datenstandardisierung und speichern eingehende Bewerbungen in einer Datenbank, weitere 14 Prozent planen dies für das kommende Jahr. Laut der Studienautoren eine weise Entscheidung, bietet die Formularbewerbung mit ihrer Möglichkeit, Informationen über die eigenen Bewerber zu sammeln, doch nicht nur die Chance, die Bewerber nach Qualitätskriterien besser segmentieren zu können. Sie hat auch den Nutzen, bei rechtlichen Auseinandersetzungen, beispielsweise im Rahmen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), gut vorbereitet zu sein und Entscheidungen mittels vergleichbarer Daten rechtfertigen zu können. Last but not least können Bewerbungen in standardisierter Form besser weiterbearbeitet und zwischen Fach- und Personalabteilungen ausgetauscht werden.

Prozessstandardisierung liegt im Trend

Neben der Standardisierung der Bewerberdaten scheint der Trend dahin zu gehen, den Prozess des Recruitings zu standardisieren. 81 Prozent der befragten Firmen halten die Prozessstandardisierung für eine gute Möglichkeit, die Personalbeschaffung effektiver zu gestalten. 46 Prozent arbeiten bereits mit Standards im Rekrutierungs-Prozess, mehr als zwei Drittel erwarten, (auch) in Zukunft damit zu arbeiten.

Mehr als die Hälfte der Mittelständler meinen zudem, dass der Bewerbungsprozess stark bzw. sehr stark durch IT unterstützt werden sollte. Bislang ist das für die meisten noch Zukunftsmusik: Weniger als die Hälfte der Befragten verfügt über ein Bewerbermanagementsystem. Überdurchschnittliche IT-Investitionen machen laut Studie allerdings auch aufgrund des als optimal eingestuften Nutzungsgrades erst ab einer gewissen Unternehmensgröße Sinn. Für Firmen mit weniger als 150 Mitarbeitern lohnt sich ein Rekrutierungssystem in der Regel nicht. Entsprechend werden insbesondere die großen Mittelständler Teile ihres Rekrutierungsprozesses in Zukunft durch IT unterstützen. Die kleineren Unternehmen hingegen tendieren eher dazu, einzelne oder alle Teile ihres Personalbeschaffungsprozesses auszulagern.

Autor(en): (Petra Walther)

Kontakt zu Monster:
ramona.kesch@monster.de

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