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Bedarf an Mitarbeiter-Seelsorge steigt

Externe Mitarbeiterberatung


Sie leiden unter Schlaflosigkeit, depressiven Verstimmungen, sind bei der Arbeit wie blockiert: Mitarbeiter, die die Wirtschaftskrise am eigenen Leibe spüren und Angst vor Jobverlust haben. Das berichtet das Fürstenberg-Institut mit Hauptsitz in Hamburg. Aufgrund der schlechten psychischen Verfassung vieler Mitarbeiter verzeichnet der Dienstleister derzeit einen erheblichen Zulauf seines so genannten Employee Assistance Program (EAP). 'Seit Herbst 2008 haben wir 15 neue Mitarbeiter eingestellt, um dem Beratungsandrang gerecht werden zu können', berichtet Geschäftsführer Werner Fürstenberg. Zwei neue Institute in Münster und in Köln wurden eröffnet, zwei weitere sind in Planung.

Bei EAP handelt es sich um eine Art Seelsorge für die Mitarbeiter. Das Prinzip: Die Unternehmen zahlen eine Beratungspauschale pro Jahr, die von den Mitarbeitern in Anspruch genommen werden kann, ohne den Vorgesetzten davon in Kenntnis setzen zu müssen. Die externen Berater helfen bei Stress, Überforderung der Mitarbeiter und Angst vor Jobverlust genauso wie bei privaten Sorgen, die durch eine Ehescheidung oder etwa bei Suchtproblemen entstehen. 'Es geht darum, die Mitarbeiter in schwierigen Situationen psychosozial zu unterstützen', erklärt Andrea Gensel. Gensel ist Geschäftsführerin der Lübecker Personalberatung Jobcampus und hat im Juni 2009 das Unternehmen CarpeDiem24 gegründet. Dieses bietet ausschließlich EAP an. 'Die Nachfrage ist enorm', sagt Gensel. Immer mehr Unternehmen würden ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, über ihre Sorgen und Ängste zu reden, um zu verhindern, dass aus deren Problemen ernsthafte Personalprobleme werden.

Dass es einen Markt für externe Mitarbeiterberatung jetzt auch hierzulande gibt – in den USA und in Großbritannien ist EAP schon länger etabliert – führt Gensel nicht ausschließlich auf die Wirtschaftskrise zurück. 'Durch die zunehmende Geschwindigkeit in der Arbeitswelt, aber auch durch den gesellschaftlichen Wandel haben Stressprobleme der Mitarbeiter bis hin zum Burnout stark zugenommen', so die Beobachtung von Gensel. Eine aktuelle Statistik von spectrumK, einem Gemeinschaftsunternehmen der Krankenkassen, bestätigt diese Entwicklung: Der Analyse zufolge gehen mehr als zehn Prozent der krankheitsbedingten Ausfallzeiten auf psychische Ursachen zurück.

Autor(en): (pwa)

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