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Für mehr Transparenz im Unternehmen

Wissensbilanz
Bild zum Beitrag Wissensbilanz

Die Wissensbilanz ist im Kommen. Immer mehr Unternehmen nutzen das Instrument, um ihr intellektuelles Kapital zu erfassen. Der Hauptgrund: Per Wissensbilanz wird das Unternehmen transparent, PE- und OE-Maßnahmen können gezielter durchgeführt werden. Und auch die Kommunikation mit Banken und potenziellen Investoren wird durch die Wissensbilanzierung vereinfacht.


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Bei EnBW hat man viel vor. Der Energieversorger soll zur „Nummer eins beim Wissensmanagement“ gemacht werden. Erster Schritt auf diesem Weg: die Erfassung des intellektuellen Kapitals, um eine Grundlage für sinnvolle Wissensmanagement-Aktivitäten zu schaffen.

Doch wie lässt sich ermitteln, wo die Stärken und Schwächen von Organisation und Mitarbeitern liegen? Wie lassen sich immaterielle Werte wie Kompetenzen, Know-how und Kundenkontakte erfassen? Per Wissensbilanz, lautet die Antwort der EnBW-Experten: Seit 2006 ist sie fester Bestandteil in den Geschäftsfeldern Strom, Gas und Support - und die EnBW der erste Konzern Deutschlands, der Informationen über sein intellektuelles Kapital im Geschäftsbericht veröffentlicht.

Das Beispiel EnBW zeigt: Die Wissensbilanz ist hoffähig geworden. „Die Pionier- und Übergangsphase, in der sich wenige große und viele kleine Unternehmen an der Wissensbilanz versucht haben, ist vorbei“, sagt Prof. Günter Koch. „Jetzt wird das Verfahren als solide genug erachtet, um auch von großen Konzernen aufgenommen zu werden: Neben EnBW spielen z.B. auch RWE und E.ON mit dem Gedanken, ihr immaterielles Kapital zu bilanzieren“, so der Berater, der sich im deutschsprachigen Raum als einer der ersten mit dem Thema Wissensbilanz befasst hat.

Das gestiegene Interesse an der Thematik kann Markus Will vom Arbeitskreis Wissensbilanz mit Zahlen belegen: „Wir haben einen Leitfaden und eine Software konzipiert, mit deren Hilfe Unternehmen selbstständig Wissensbilanzen erstellen können“, erläutert der wissenschaftliche Mitarbeiter im Bereich Unternehmensmanagement am Fraunhofer IPK in Berlin. „Seit Mitte vergangenen Jahres wurde die Software 15.000 Mal, der Leitfaden 30.000 Mal heruntergeladen.“

Extras:

  • Checkliste: Zehn Fragen, um zu prüfen, ob sich eine Wissensbilanz in Ihrem Unternehmen erstellen lässt.
  • Umfrage: Der Nutzen von Wissensbilanzen aus Sicht von Unternehmen.
  • Umfrage: Diese immateriellen Faktoren sollten nach Meinung von Finanzexperten in die Bewertung von Unternehmen einfließen.
  • Service: Hinweise auf vier Bücher, zwei Fachartikel, drei Internetseiten und zwei Seminare zum Thema Wissensbilanzierung.

Stefanie Bergel

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