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Großgruppen-Interventionen liegen im Trend: Unternehmen nutzen diese Methode, um Change-Prozesse anzukurbeln oder zu unterstützen. Grund genug für manche Trainer, mit einer Erweiterung ihrer Kompetenzen in Richtung Großgruppen-Moderation zu liebäugeln. Doch wie genau sieht das Aufgabenfeld des Großgruppen-Moderators aus? Und wie kann man sich die nötigen Kompetenzen aneignen?
Wer als Trainer seine Kompetenzen in Richtung Großgruppen-Moderation erweitern will, muss sich klar sein: Von dem Großteil dessen, was ihm in seiner Arbeit mit Kleingruppen lieb und teuer geworden ist, muss er sich verabschieden. Statt mit 12 bis 20 Zuhörern wird der Moderator mit bis zu 2.000 Teilnehmern konfrontiert. Bei diesen Größenordnungen entpuppt sich der Gedanke an absolute Kontrolle bald als Illusion.
Auch das Rollenverständnis des Großgruppen-Moderators ist ein anderes als das des Trainers. Bei klassischen Seminaren dominiert der Trainer das Geschehen – allein schon, weil er den inhaltlichen Ablauf der Veranstaltung bestimmt. Bei Großgruppen-Verfahren dagegen hält er sich weitgehend zurück: Im Mittelpunkt steht die Gruppe. Sie liefert durch die Ergebnisse ihrer Arbeit den Input für die Veranstaltung.
Der Großgruppen-Moderator ist keine Autoritätsperson mit dem Monopol auf Wissen, sondern ein 'Facilitator', der den Teilnehmer großen Raum für ihre Ideen gibt. Er soll den Teilnehmern Zugang zu ihrem Potenzial ermöglichen. Allerdings unterscheidet sich die Moderation und Steuerung der einzelnen Großgruppen-Verfahren: Open Space-Veranstaltungen stellen andere Anforderungen an den Moderator als die strukturierten Großgruppen-Verfahren Real Time Strategic Change (RTSC), Appreciative Inquiry Summit oder Zukunftskonferenz...
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