Wissen

Überlastungssyndrom Burn-on
Überlastungssyndrom Burn-on

Die Erschöpften

merken
Leistungswille und Dauereinsatz sind wichtige Faktoren für den beruflichen Erfolg. Dass die damit verbundene Belastung gefährlich werden kann, ist spätestens seit der ersten Burnout-Welle bekannt. Doch nicht jede Überlastung endet im Zusammenbruch, nicht jede Erschöpfung äußert sich unmissverständlich. Burn-on heißt ein „unsichtbares“ Überlastungssyndrom, bei dem Betroffene immer weitermachen, obwohl sie ihre Grenze längst überschritten haben.

Preview

Weiterglühen statt ausbrennen: Was chronische von akuten Erschöpfungssyndromen unterscheidet

Erfolgreich, fleißig, leer: Warum Burn-on-Betroffene immer weitermachen, obwohl sie längst krank sind

Syndrom für Selbstausbeuter? Wie gerade die Hochmotivierten in den Burn-on geraten

Schmerzhafter Spagat: Was innere Spannungen und Widersprüche mit den Betroffenen machen

Was ist wichtig? Wie eine Rückbesinnung auf eigene Wünsche und Werte Burn-on-Betroffenen helfen kann

Raum für Selbstfürsorge: Was sich im Job ändern muss, um chronische Erschöpfung zu verhindern


Cover managerSeminare 312 vom 23.02.2024Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 312

Dass psychische Erkrankungen wie Angstzustände oder Depressionen auf dem Vormarsch sind, lässt sich seit Jahren an den Statistiken über Krankheitstage und Fehlzeiten ablesen. Gründe für die zunehmende Belastung finden sich reichlich, zu privaten Herausforderungen kommen äußere Faktoren wie Krieg, Corona oder die aktuellen gesellschaftlichen Spannungen. Vor allem die vielfältigen Anforderungen einer durchgetakteten digitalen Arbeitswelt nehmen viele Menschen spürbar mit. Spätestens seit der nahezu epidemischen Ausbreitung des Burnout-Syndroms gibt es in Unternehmen daher ein wachsendes Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, psychische Erkrankungen offen zu thematisieren und zu bekämpfen – nicht zuletzt, weil sie die Leistungs- und Motivationsfähigkeit von Mitarbeitenden gefährden, auf die Unternehmen dringend angewiesen sind.

Trotz der gestiegenen Aufmerksamkeit für das Thema liegt das wahre Ausmaß der psychischen und psychosomatischen Erkrankungen noch immer weitgehend im Verborgenen. Denn jenseits aller Statistiken gibt es eine hohe Dunkelziffer von Fällen, die gar nicht erst erfasst werden, weil es für sie keine klar definierten Krankheitsbilder gibt, keinen Namen – und oft auch keine Idee, dass es diese Krankheit gibt. Andere Fälle bleiben unterhalb einer Schwelle, ab der sie die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen, und werden deshalb nicht erkannt, manchmal nicht einmal von den Betroffenen selbst.

Zu diesen „unsichtbaren“ Erkrankungen zählt der sogenannte Burn-on. So haben wir (Timo Schiele und Bert te Wildt, die psychologische und die ärztliche Leitung der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen am Ammersee, Anm. d. Red.) ein Krankheitsmuster genannt, das uns in den vergangenen Jahren so häufig begegnet ist, dass wir uns entschlossen haben, es zu beschreiben und zu erforschen (s. „Was ist ein Burn-on?“).

Vielen Dank für Ihr Interesse an diesem Artikel

Lesen Sie jetzt weiter …

mit unserer Testmitgliedschaft von managerSeminare:

für nur 10 EUR einen Monat lang testen

Zugriff auf alle Artikel von managerSeminare

Sofortrabatte für Bücher, Lernbausteine & Filme

managerSeminare
Wir setzen mit Ihrer Einwilligung Analyse-Cookies ein, um unsere Werbung auszurichten und Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Bei dem eingesetzten Dienstleister kann es auch zu einer Datenübermittlung in die USA kommen. Ihre Einwilligung bezieht sich auch auf die Erlaubnis, diese Datenübermittlungen vorzunehmen.

Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung und den damit verbundenen Risiken finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben