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Die größten Erfindungen kommen von verschrobenen Tüftlern, studentischen Visionären oder aus heruntergekommenen Garagen – aber nur selten aus den verglasten Hochglanzbüros der marktführenden Unternehmen. Warum ist das so?, fragt sich der Harvard-Professor Clayton Christensen. Eine Antwort: Produktionsketten und Ressourcenallokation bremsen die Innovationskraft.
Die Grundidee des Harvard-Studenten Mark Zuckerberg ist einfach: Nichts weiter als ein Online-Treffpunkt für Studienkollegen ist Facebook bei seiner Gründung im Jahr 2004. 2010 hat das größte soziale Netzwerk 500 Millionen Nutzer und einen Marktwert von mehr als 33 Milliarden Dollar – und ist eindrucksvolles Beispiel für eine 'disruptive Innovation', eine Entwicklung, die in einer kleinen Nische beginnt und dann eine ganze Branche verändert.
Der Begriff 'disruptive Innovation' geht zurück auf Clayton Christensen, der im Rahmen seiner Dissertation in den neunziger Jahren die Innovationskraft amerikanischer Unternehmen untersucht hat. 'Disruptive Innovationen' oder Durchbruchinnovationen, wie Christensen sie auch nennt, verändern die Regeln des Marktes und der Branche radikal – und sind sogar dazu in der Lage, etablierte Wettbewerber zu verdrängen. Möglich wird ihnen das, weil ihre revolutionären Technologien Bestehendes in Frage stellen und andersartige Leistungen als bestehende Produkte bieten.
Warum aber, fragt sich Christensen in seiner Dissertation, kommen die meisten revolutionären Erfindungen von verschrobenen Tüflern, studentischen Visionären oder aus heruntergekommenen Garagen und nicht aus den großen Unternehmen, die eigene Entwicklungsabteilungen beschäftigen?
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Clayton Christensen, Innovation, Innovationsmanagement, Kreativitätssteigerung, Management-Vordenker