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In neuen Gewässern schwimmen und Märkte schaffen, wo es keine Konkurrenz gibt – mit diesem Bild hat Renée Mauborgne ihre Blue-Ocean-Strategie begründet und damit einen Paradigmenwechsel eingeleitet: die Abkehr vom ständigen Wettbewerb. Wer immer nur die Konkurrenz belauert, wird keine neuen Märkte entdecken, so Mauborgnes Credo.
Blutrot ist das Wasser gefärbt in einem Ozean, in dem alle immer miteinander in Konkurrenz stehen und erbittert um jeden Zentimeter kämpfen. Kein schönes Bild. Aber es gibt auch ein anderes, meint Reneé Mauborgne: Allein im blauen Ozean schwimmen und sich in Ruhe einen eigenen Weg suchen. Wer wollte das nicht?
Den Weg zum blauen Wasser beschreibt Mauborgne mit einer Strategie, die die bisher bekannten Konzepte auf den Kopf stellt und sich besonders gegen das wettbewerbsgeprägte Strategiedenken wendet, das Michael Porter geprägt hat und das seine Wurzeln im Militär hat. Während Porters Ansatz das Erzielen eines Wettbewerbsvorteils in den Mittelpunkt stellt, setzt Mauborgne auf einen anderen Weg: den Wettbewerb irrelevant machen durch die Erschaffung eines neuen Marktes. 'Die Konkurrenz lässt sich nur auf eine Weise schlagen: indem man aufhört, es zu versuchen', ist Mauborgne überzeugt. Dabei unterscheidet sie im Grundsatz zwei strategische Vorgehensweisen:
Die erste: Im roten Ozean wollen Unternehmen ihre Wettbewerber ausstechen, Kunden abwerben und Marktanteile erobern. Es herrscht ein harter Kampf um Margen und Marktanteile und es gilt, die Konkurrenten zu übertreffen.
Die andere: Im blauen Ozean entwickeln Unternehmen neue Geschäftsfelder, in denen sie durch Nutzeninnovation (Value Innovation) Zusatznachfrage erzielen. Klassische Konkurrenz spielt keine Rolle, da sie nicht als Bezugspunkt dient. Der Fokus liegt nicht darauf, die Konkurrenz zu schlagen, sondern ihr auszuweichen – durch zusätzlichen Gewinn für die Käufer und für das Unternehmen, so dass ein neuer, bisher von niemandem beanspruchter Markt erschlossen wird.
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Blue Ocean Strategy, Management-Vordenker, Renée Mauborgne, Thinkers50, Unternehmensstrategie