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Stolpersteine effektiven Moderierens

Moderation

Ein Haufen an Vorschlägen ist genausowenig ein Ergebnis wie ein angesammelter Haufen Steine noch kein fertiges Haus darstellt. Gute Moderation besteht in der Kunst, nicht nur Ideen, Knowhow und Vorschläge aller Beteiligten zusammenzutragen, sondern auch so zu strukturieren, daß entsprechende Maßnahmen vereinbart und Ergebnisse umgesetzt werden können.


Getreu dem Motto 'das Baby zählt und nicht die Wehen', erhält ein Moderator nicht für die Anzahl der vergossenen Schweißtropfen Anerkennung, sondern ausschließlich für das, was an Ergebnissen aus einer von ihm geleiteten Veranstaltung herauskommt. Was aber ist ein Ergebnis und wie kommt man zu dieser begehrten Trophäe? Was ein Ergebnis ist, ist grundsätzlich individuell und kann nicht allgemeingültig definiert werden. Wenn die Teilnehmer einer Gruppensitzung aber nach der Zusammenkunft sagen, es sei etwas dabei herausgekommen und darüber hinaus auch noch einen Beleg in Form eines Maßnahmenplanes vorweisen können, dann ist das Ziel (auch) für den Moderator erreicht.

Jeder wünscht sich Ergebnisse. Daß diese oft nicht zustande kommen liegt häufig an der unsystematischen Vorgehensweise der Gruppe und somit letztlich (oder besser zu allererst) des Leiters oder Moderators. Um zu Ergebnissen zu kommen, ist es wichtig, systematisch zu arbeiten, das heißt der Moderationsmethodik treu zu bleiben. Hierzu ist es erforderlich, daß der Leiter / Moderator den Moderationszyklus konsequent zur Strukturierung der Arbeit nutzt und keinesfalls versucht einzelne Schritte zu überspringen. Die Gliederung der Gruppensitzung in: Einstieg – Themen sammeln – Thema auswählen – Thema bearbeiten – Maßnahmen planen – Abschluß als einzelne methodische und zeitliche Schritte ist das Gerippe, an dem sich der Moderator mit der Gruppe 'entlanghangelt', um tragfähige, konkrete Maßnahmen zu erhalten.

Die Kunst des Maßnahmenplanens beginnt schon beim Einstieg in eine moderierte Veranstaltung. Nur wenn es diese erste Phase gibt und in dieser Oberthema bzw. Motto und Zielsetzung der Veranstaltung abgestimmt werden, ist der Boden für die Planung von Maßnahmen bereitet.

In der zweiten Phase des Moderationsprozesses werden (Einzel-)Themen gesammelt, die bearbeitet werden müssen. Diese Phase kann sich gegebenenfalls auf ein 'sich über das Thema der Sitzung abstimmen' reduzieren, wenn nur ein einziges Thema zu besprechen ist und hierzu keine Einzel- oder Unterthemen gesammelt werden müssen. Um zu Maßnahmen zu gelangen, sollte der Moderator aber genau darauf achten, daß alle relevanten Einzel- oder Detailthemen transparent und damit besprechbar gemacht werden. Es ist also 'Vorsicht geboten', wenn es, auf den ersten Blick, keine Unterthemen gibt…

Josef W. Seifert

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