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Der Arbeits- und Wirtschaftssoziologe erforscht an der Universität Hannover seit langem die nachfolgenden Führungsgenerationen und stellt fest: Die Bereitschaft vieler junger Studenten und Berufseinsteiger, die an sie gestellten Forderungen zu erfüllen, ist durchaus vorhanden. Aber es scheint in den Unternehmen selbst Auslesemechanismen zu geben, die gerade diejenigen nach oben befördern, die eigentlich nicht gewollt sind.
Über den Führungsnachwuchs kursieren viele Klagen: Die Berufsstarter seien karrieristisch, hätten sich opportunistisch an Normen und Gehabe der älteren Vorgängergeneration angepasst und seien alles andere als die innovativen, kommunikativen Geister, die die Wirtschaft brauche. Diese Diagnose ist ungerecht, meint Professor Dr. Holger Rust.
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