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Vom Wert der Wertschätzung

Anerkennung im Arbeitsleben

Wir sind hier nicht zum Kuscheln – so das Motto der meisten deutschen Führungskräfte, die glauben: Nicht geschimpft ist schon gelobt genug. Doch weit gefehlt: Mit ihrem Mangel an Anerkennung ruinieren sie Gesundheit, Motivation und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter. Wie ungeahnt eng der Zusammenhang zwischen Wertschätzung, Wohlergehen und Wertschöpfung ist, belegen nun auch neue Forschungsergebnisse.

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'Er ist ehrlich, offen und berechenbar', schwärmt Rainer Maass, Personalleiter der Firma Liqui Moly, von seinem Vorgesetzten. 'Wir sind jeden Tag dankbar dafür, dass wir ihn haben.' Auch Firmenchef Ernst Prost kann gar nicht oft genug betonen, wie sehr er seine 450 Mitarbeiter und ihren Einsatz für das Unternehmen schätzt. In der Krise, die den Motorenöl-Hersteller aus Ulm in den ersten Monaten des Jahres 2009 gebeutelt hat, zeigte er, dass dies auch in schwierigen Zeiten gilt: 'Bevor ich auch nur einen Mitarbeiter entlasse, verkaufe ich mein Schloss', erklärte der Firmenchef, der sich seinen herrschaftlichen Wohnsitz mit viel Liebe hergerichtet hat. Der firmeninternen Devise 'Wertschöpfung durch Wertschätzung' schreibt Prost einen Großteil des Erfolgs seines Unternehmens zu.

Dass Prost mit dieser Einschätzung richtig liegt, folgt nicht nur aus dem gesunden Menschenverstand und dem kleinen Einmaleins psychologisch geschulter Managementtrainer. Aktuell rücken auch in der medizinischen und neurobiologischen Forschung Anerkennung und Wertschätzung in den Vordergrund, wenn es um die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter in den Unternehmen geht. So steht für den Medizinprofessor Joachim Bauer nach der Auswertung neuer Forschungsergebnisse fest: 'Wir Menschen sind aus neurobiologischer Sicht auf soziale Resonanz und Kooperation angelegte Wesen. Es ist der Kern aller menschlichen Motivation, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung und Zuwendung zu finden und zu geben.' Diese Erkenntnis kontrastiert der Autor des Buches 'Prinzip Menschlichkeit – Warum wir von Natur aus kooperieren' mit dem verbreiteten Menschenbild, nach dem Konkurrenz und Kampf die primären inneren Triebkräfte sind. Bleibt dieses letztere Bild in den Unternehmen bestehen, so schadet das nicht nur der Motivation der Mitarbeiter, sondern auch ihrer Gesundheit und damit ihrer Leistungsfähigkeit.

Extras:

  • Wertschätzung ist mehr als Lob: Elf Anregungen für Unternehmen
  • Umfrage: Lob und Anerkennung im Betrieb - Die Meinung der Leser von managerSeminare
  • Service: Kurzrezensionen von zwei Büchern zu den Themen Kooperationsbereitschaft und Emotion in der Wirtschaft sowie Hinweis auf eine Webseite mit zusätzlichen Informationen

Autor(en): Andrea Bittelmeyer
Quelle: managerSeminare 138, September 2009, Seite 20 - 26 , 23924 Zeichen
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