Leser- und Pressestimmen
... rundum zu empfehlen. Das Buch ist gut verständlich geschrieben und im Layout ausgesprochen anschaulich. Dabei bewegt es sich auf durchweg hohem Niveau. Es dürfte kaum einen Coach oder Berater geben, der sich beruflich mit echten Härtefällen beschäftigt, der aus dem Buch keinen Gewinn ziehen kann.
Prof. Klaus Stulle, Rezensent auf www.mwonline.de, drei von drei möglichen Sternen
Ob öffentlicher oder privater Lebensbereich, es gilt: Nach der Krise ist vor der Krise. Die allgemeine Bedrückung schreit förmlich nach Beratung und Intervention - und so wollen auch die Herausgeber dieses Werks ein 'nutzbringendes Konzept- und Arbeitsbuch' mit 'Strategien und Werkzeuge(n) für ganz alltägliche Ausnahmesituationen' anbieten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, machen sie sich den vielfältigen Erfahrungsschatz renommierter Fachleute aus Wissenschaft und Coachingpraxis zunutze. Insgesamt 32 Autoren widmen sich in 26 Einzelbeiträgen vier Kernthemen der Krisenbewältigung: Sich selbst aus dem Krisensumpf ziehen, Einzelinterventionen in Krisensituationen, Workshopkonzepte sowie Seminarkonzepte und Strategien. Der tiefe Griff in die individuelle Werkzeugkiste fördert dabei eine breit gefächerte und zuweilen auch überraschende Auswahl an Methoden und Interventionen zutage, zum Beispiel: Wie entwickle ich mein 'Mantra', um mich am eigenen Schopf wieder aus der Krise zu ziehen? Wie kann ich mit einem 'Ressourcen-Mandala' meine eigene Situation bildhaft darstellen?
Eine gut strukturierte Anleitung für ein Simulationstraining für krisenhafte Herausforderungen bietet das letzte Kapitel - das leider etwas kurz ist. Da würde man sich für Führungskräfte oder Projektteams mehr Prävention statt Therapie wünschen. Die Herausgeber haben ein insgesamt sehr hilfreiches Kompedium von Vorgehensweisen und Interventionen als Krisenkompass für Berater und Coachs zusammengestellt, das aber auch für Personalverantwortliche eine interessante Lektüre bietet. Angenehm sind die leserfreundliche Struktur sowie gut aufbereitete Grafiken und Übersichten. Zusätzlich stellen einzelne Autoren verdichtete Informationen und Handlungskonzepte online zur Verfügung.
Fazit: Wird mit vielen nützlichen Tools dem Anspruch 'nutzbringendes Konzept- und Arbeitsbuch' uneingeschränkt gerecht.
Helmut Fischer, Rezensent in Training aktuell, Nr. 2/2010
Den Herausgebern ist ein Buch gelungen, das die Leser ermutigt, in Krisen den Zugang zu den eigenen Ressourcen zu suchen. Dazu stellen die Autoren auf einem überwiegend psychologischen Hintergrund Selbstmanagement-, Coaching-, Workshop-Seminarkonzepte und Interventionsstrategien vor. Alle Methoden und Konzepte stammen aus der Praxis, sind erprobt und werden von den Autoren Schritt für Schritt erläutert. Ein Anregendes Arbeitsbuch, das motiviert, Krisen offensiv anzugehen.
Rasche Nachrichten, Literaturempfehlungen für den Praktiker Nr. 1/2010
„Um eine psychische Belastung ohne Schaden auszuhalten, muss die Belastung als sinnvoll und die Veränderung als wünschenswert empfunden werden. Aber unter welchen Voraussetzungen und von wem kann eine Krise angenommen und als Signal für einen notwendigen Veränderungsprozess verstanden werden?“ (S.14) fragt Gerald Hüther in seinem einleitenden Beitrag:“ Was für Krisen braucht und wie viel Krise verträgt der Mensch?“
Diese hervorragende Interventions-Sammlung zur hilfreichen Bewältigung alltäglicher Ausnahmesituationen schafft durch zwei erkenntnisreiche Grundlagenbeiträge von Gerald Hüther und Gunther Schmidt eine stimmige Einleitung hin zu einer professionellen Haltung, die sowohl neurobiologische Reaktionsmuster nutzt als auch die Aufmerksamkeit auf die Förderung des von Antonovsky beschriebenen Kohärenzgefühls richtet.
Immer geht es um Respekt vor der Autonomie der KlientInnen und den Aufbau stimmiger Kooperation um (wieder) zu ermöglichen, dass Ressourcen zieldienlich und nachhaltig wirksam aktiviert werden können. „Es sind niemals die Berater, welche die Interventionen erfolgreich machen, sondern immer die Klienten“, so Gunther Schmidt zum Thema: „ Systemische Demut als zieldienliche Beraterhaltung“ (S. 53). Er bezieht sich hier auf die Aufgabe des Beraters, sich optimal auf das „momentane kontextbezogene Weltmodell des Gegenübers“(S.56) einzulassen. In diesem Sinne auch skeptische oder pessimistische Einschätzungen utilisieren zu können, ist also folgerichtig.
So theoretisch bestens eingestimmt, werden im zweiten Teil dieses Buches vielfältige Praxis-Kontexte aufgefächert, in denen hypnosystemische Konzepte so nützlich sind: 1.Münchhausen-Techniken: sich selbst aus dem Krisen-Sumpf ziehen. 2.Coaching-Werkzeuge: Einzelinterventionen in Krisensituationen. 3.Workshop-Konzepte: Gemeinsam sind wir gar nicht blöd. 4.Seminar-Konzepte aus Strategien: Fix & fertig raus aus der Krise.
Zwar ist es für Krisensituationen typisch, dass Handlungsroutinen außer Kraft gesetzt sind, doch besitzt die BeraterIn mit diesem Buch hilfreiche und nützliche Werkzeuge, um Orientierung und Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu haben.
Elizabeth Kandziora, Rezensentin in Systemische Therapie und Beratung
Die beteiligten Autoren haben einen hypnosystemischen Hintergrund und bieten mit dieser Interventionssammlung ein nutzbringendes Konzept- und und Arbeitsbuch. Das Ziel aller vorgestellten Interventionsformen ist es, dass Betroffene wieder Zugang zu ihren Ressourcen finden, neue Elemente in ihrer Problemsicht einführen und so ihre Krisen lösungsorientiert überwinden. Zusätzlich werden den Lesern des Buches weitere, vertiefende Leitfäden und Konzepte online zur Verfügung gestellt. Ein Anhang mit 'Hinweisen zum Download von Trainingsmaterial' und mit Angaben 'über die Autorinnen und Autoren' runden das gelungene Buch ab.
Der Kauf dieses in allen Passagen verständlich formulierten Buches ist eine lohnende Investition für alle in der Praxis tätigen Berater und Coaches. Alle, die in absehbarer Zeit diesen Weg einschlagen möchten, ist dieses Buch ebenfalls uneingeschränkt zu empfehlen.
Rezension in SEM/Radar 8.Jg., 01/2009, Seite 181