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Zukunft Personal: Geburtstag mit Glanzleistung

Grund zur Freude lieferte die Messe Zukunft Personal in mehrfacher Hinsicht: Die Veranstalter feierten einen Besucherrekord – und das zehnjährige Jubiläum der Leistungsschau. Die Aussteller waren zufrieden mit der Ausdehnung der Messe von zwei auf drei Tage. Und die ganze Zunft durfte aufatmen: Vom großen Aderlass blieb die Branche trotz Krise verschont, so der Messetenor.

Zum 10. Geburtstag mehr als 10.000 Besucher
'Klein und übersichtlich' war die Messe Zukunft Personal bei ihrer Premiere vor zehn Jahren. 'Damals wurde das Thema Personalarbeit in der Öffentlichkeit kaum beachtet', erinnert sich Alexander Petsch, Geschäftsführer des Veranstalters spring messe management GmbH. Mit der Bedeutung des HR-Managements wuchs auch die Leistungsschau – und konnte zum zehnjährigen Jubiläum mit einer Bestleistung glänzen: 11.500 Besucher waren vom 22. bis 24. September 2009 nach Köln gekommen, 3.000 mehr als im Vorjahr. Damit bewies die Messe auch, dass Personalarbeit kein Schönwetterthema ist. 'Der HR-Branche geht es erstaunlich gut', urteilte Messe-Veranstalter Petsch. Allerdings hat die Krise zu einer Verschiebung der Nachfrage geführt: 'Performance-Improvement, Change-Management und Vertrieb sind Themen, die von schwierigen Zeiten profitieren', so Petsch. (com)

Award-Alarm
Ob die Zukunft Personal den Besuchern die Möglichkeit zum Award-Hopping geben will? Tatsache ist, dass die Anzahl der Preisverleihungen auf der Messe zugenommen hat: Neben der Verleihung des Deutschen Personalwirtschaftspreises, die seit nunmehr acht Jahren fester Bestandteil der Personalmesse ist, wurden in diesem Jahr auch der Internationale Arbeitgeberpreis der US-amerikanischen Seniorenorganisation AARP für vorbildliche alternsgerechte Personalarbeit und ein neuer Nachwuchspreis für junge Personaler vergeben. Der Wettbewerb um den 'HR Next Generation Award' soll der HR-Nachwuchsarbeit mehr Aufmerksamkeit schenken. Wie Thomas Sattelberger bei der Preisverleihung bemerkte, ist eine 'bedauerliche Verluderung der Profession' zu beobachten. Der Personalvorstand der Deutschen Telekom ehrte die 27-jährige Katrin Geeb von der MVV Energie AG als vorbildliche Young Professional, die anderen HR-Nachwuchskräften als 'Leuchtturm' dienen kann. Wie in den vorangegangenen Jahren verlieh Sattelberger auch den  Deutschen Personalwirtschaftspreis. Hier überzeugte die Bertelsmann AG mit einem webbasierten Konzept zum Employer Branding, das eng mit der Unternehmensstrategie des Medienkonzerns verflochten ist. Den zweiten Platz belegte Union Investment: In einer 360-Grad-Betrachtung hat das Unternehmen die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter genau unter die Lupe genommen, um jeweils entsprechende Motivationsanreize setzen zu können. Mit dem dritten Preis wurde die Bayer AG bedacht, die eine globale HR-Strategie für ihren Konzern entworfen hat. (pwa)

Die Zukunft der Führung ist die Gegenwart der Führung
Sie war kurzweilig, aber auch konfus: die Keynote von Holger Rust am ersten Messetag. Der Professor für Soziologie an der Uni Hannover wollte über 'Die dritte Kultur im Management' reden, doch bis zum Ende dürfte dem Großteil der Zuhörer verborgen geblieben sein, was er damit meinte. Egal, denn spannend waren die Ergebnisse der von ihm präsentierten Studie allemal. Seit 2000 befragt Rust Uni-Absolventen und Berufseinsteiger, die sich vorstellen können, später einmal Führungskraft zu werden. Das Ergebnis: Die jungen Menschen wünschen sich kommunikative, ermutigende, mitarbeiterorientierte, visionäre Chefs – und wollen später selbst so werden. Den amtierenden Führungskräften stellen sie allerdings ein schlechtes Zeugnis aus, all diese Eigenschaften vermissen sie an den jetzigen Chefs. Die Führungskräfte indes sagen, dass sie zu wenig junge Menschen finden, die kommunikativ, mutig, visionär sind. Das Seltsame daran, nicht nur in Rusts Augen: Die Führungskräfte suchen, was die Jungen mehrheitlich sein wollen. Karriere indes machen trotzdem die, die so sind wie die kritisierte amtierende Managerkaste. Es geschieht also etwas, was keiner will. Fragt sich, warum. (nbu)

Inspiration durch Interpretation
'Erinnern Sie sich daran, wo Sie am 11. September 2001 waren?' Die Mehrheit der Zuhörenden hob die Hand. 'Und erinnern Sie sich an den Tag, an dem Sie zum ersten Mal, na Sie wissen schon.' Gelächter im Publikum, nur zögernd gingen ein paar Hände nach oben. Mit Interaktionen wie diesen sorgte Boris Grundl in seinem Vortrag zum Thema Führung im Keynote-Forum für Kurzweil. Eingesprungen für den erkrankten Prof. Dr. Peter Kruse, erläuterte der Management-Trainer und Autor in dem einstündigen Vortrag sein Führungskonzept. Grundls Überzeugung: Nur wer sich selbst versteht und bereit ist, dazuzulernen, kann auch andere verstehen und führen. Daher setze die Beantwortung der Frage 'Wie führe ich andere?' voraus, sich mit den Fragen 'Wie führe ich mich selbst?' und 'Wie lasse ich mich führen?' zu befassen. Grundls Bemühen um Unterhaltsamkeit ging stellenweise auf Kosten des Erkenntnisgewinns: Mitunter fiel es schwer, aus seinen detailreich erzählten Beispielen den Zusammenhang zum Thema Führung herzustellen. Was die Frage zum 11. September mit wirkungsvoller Führung zu tun hat, legte der Management-Trainer zumindest offen: Ereignisse werden erst in der Erinnerung mit Emotionen aufgeladen, erklärte Grundl. Führungskräften komme daher die Aufgabe zu, ihre Mitarbeiter durch die Interpretation von Vergangenem zu inspirieren. (nip)

Ausgemanagt: Vom Sinn und Unsinn der Personalarbeit
In einer launigen Podiumsdiskussion mit dem Titel 'Bye-bye Management – der Weg zum Neuen Leadership' kam es zu einer vorhersehbaren Konfrontation. Der Provokateur: Buchautor Niels Pfläging ('Die 12 neuen Gesetze der Führung'). Für ihn ist (Personal-)Management nicht nur verzichtbar, sondern nahezu anstößig, weil es den Mitarbeiter nicht ernst nimmt, weil es ihn gängelt und demotiviert. Die vorherrschende Misstrauenskultur sei also nicht nur unmenschlich, sondern auch unwirtschaftlich. Statt zahlenfixierter Planung ('Sowjetwirtschaft!') oder Mitarbeiterbeurteilungen ('Ein Fall für Den Haag!') braucht es laut Pfläging eine Art basisdemokratischer Führung, die dem Mitarbeiter vertraut und ihn selbst entscheiden lässt. Von derlei süffigen Thesen unbeirrt zeigte sich Roland Engels. Der Geschäftsführer der Gegenbauer Facility Management GmbH hat mit dem kennzahlenorientierten Management, das Pfläging anprangert, seit Jahren Erfolg und gab tapfer den Spielverderber: Zwar sei ein positives Menschenbild wichtig und Personalarbeit müsse sich auch mal zurücknehmen können, aber ohne Forecasts, Kontrolle und gelegentliches Nachrechnen ginge es in der Unternehmensrealität eben nicht. Einig wurden sich die Diskutanten nicht, aber das war wohl auch nicht beabsichtigt. (res)

Frauen vor – Eigentor!
Von zwei auf drei Tage war die Messe in diesem Jahr erstmals ausgedehnt worden – rund 200 Vorträge und Diskussionen flankierten in dieser Zeit die Ausstellung. Ausgebaut wurde auch das begleitende Kongressprogramm: Neben zwei Kongressen zu den Themen Bildungscontrolling und Demografie widmete sich ein neues Symposium den Frauen. 'Die Zukunft ist weiblich' lautete der Titel des eintägigen Kongresses – doch dieser Prämisse mochten nur wenige Messebesucher folgen. Lediglich 11 zahlende Zuschauer zählte der Veranstalter. 'Wir haben mehr erwartet', gibt Projektassistentin Linda Flath zu. Der Grund für den Misserfolg? Vielleicht der allzu blumige Titel von der weiblichen Zukunft, der zu wenig den Bezug zum Business durchscheinen ließ. Vielleicht der hohe Eintrittspreis von 390 Euro. Vielleicht die kurze Rednerliste von nur vier Referentinnen. Der Misserfolg hat in diesem Fall viele Väter – pardon: Mütter. Aber er soll keine weiteren Kinder haben. Die Veranstalter wollen aus ihren Fehlern lernen: '2010 wollen wir den Fokus noch stärker auf die personalwirtschaftlichen Aspekte des Themenkomplexes Frauen als Fach- und Führungskräfte lenken', verspricht Flath. (com)

Unmotiviert auf der Møtivation
Auf der Zukunft Personal wurde sie noch beworben, eine Woche später sollte sie schon stattgefunden haben: die erste Messe Møtivation, die wie die Zukunft Personal von der spring messe management GmbH veranstaltet wird. Im Gegenzug zur Kölner Messe war das Zusammentreffen Anfang Oktober in Stuttgart überschaubar: 75 bunt gemischte Aussteller – von Hotels über Trommler, Gutscheinanbieter und Verlage bis zu Weiterbildnern – wollten 3.500 Besucher motivieren. Beachtenswerte 1.000 Besucher ließen sich willentlich auf die Motivation ein, die restlichen waren in erster Linie Teilnehmer des parallel am zweiten Messetag veranstalteten Wissensforums. Die Gastbesucher, die als Goody für die Aussteller gedacht waren, erwiesen sich indes eher als Plage: In den Kommunikationspausen fielen sie wie Heuschrecken über die Messe ein, sammelten Give-aways und zogen nach den Lautsprecherdurchsagen, die den Fortgang des Forums anpriesen ('Bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein'), wieder vondannen. Der Tenor vieler Aussteller: Die zwar wenigen, aber immerhin 'echten' Besucher waren interessiert und hoch qualifiziert, die anderen eher verzichtbar. Fazit: Die Kooperation zwischen Messe und Wissensforum ist eine gute Idee, die jedoch noch schlecht umgesetzt war. Das Ambiente der Messe Møtivation wurde ihrem Namen daher beim ersten Anlauf nicht gerecht: Zu viele 'unmotivierte' Besucher bevölkerten die Hanns-Martin-Schleyer-Halle. (nbu)

Autor(en): (nbu, pwa, com, nip, res)


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